Eine Frau. Lässig am Mikrofon stehend, um sie herum vier Männer an Kontrabass, Klavier, Schlagzeug und Saxophon. Das dritte Konzert des ersten diesjährigen Jazztages in Dresden bot unter anderem Texte von Kurt Tucholsky in neuem musikalischen Gewand. Jasmin Tabatabei und das David-Klein-Quartett füllten das Societaetstheater.
Musik in Dresden
Die Kultur, so schreiben Michael Sanderling und Anselm Rose in ihrem Gastbeitrag für »Musik in Dresden«, sei „das geistige Haus, in dem wir gemeinsam leben“. Die augenblicke Debatte um Häuser und Prioritäten, fahren sie fort, schade dem Kulturstandort Dresden. Wolfgang Schaller, der Intendant der Staatsoperette, argumentiert in seinem Beitrag auch aus einem ganzheitlichen, städtebaulichen Blickwinkel, und ergänzt: eine Verschiebung des Operetten-Umzugs wäre eine „Verschiebung ins Nichts.“
Im Societaetstheater kam Vieles zusammen: Junge und Junggebliebene, Jazztage und Jüdische Musik- und Theaterwoche, Fernweh und Tradition.
Am 1. Oktober läutete das Festspielhaus Hellerau das TONLAGEN Festival ein. Die Musik wurde begeistert angenommen. Mit dem Festival und in neuen CD-Produktionen erlebt die Musik von John Cage zum 100. Geburtstag des Komponisten einen würdigen Rahmen.
Es ist mittlerweile über 30 Jahre her, dass die Sächsische Staatskapelle Dresden zuletzt die Symphonien von Johannes Brahms zyklisch auf Tonträger festgehalten hat. Unter der Leitung von Christian Thielemann widmet sich das Orchester nun erneut einer Gesamteinspielung.
Wer braucht Perfektion, wenn man wahre Leidenschaft haben kann? Jungen Menschen klassische Musik nahezubringen – dieses Ziel verfolgen die Musiker und Musikerinnen der neu gegründeten »Europäischen Kammerphilharmonie Dresden«. Am 1. Oktober gaben sie ihr Debüt im Club L’Hibou.
Am 30. September steht Olivia Delauré erstmals als Sally Bowles auf der Bühne der Staatsoperette Dresden.
Der Dresdner Kreuzchor begründet eine neue Tradition: Ab diesem Herbst soll es in jedem Jahr ein Konzert am Tag der Deutschen Einheit geben.
Anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des Dresdner Barockorchesters wird das barocke Palais im Großen Garten heute Abend die Kulisse für festliche Musik aus dem überreichen Repertoire der Dresdner Hofkapelle sein.