Keine Freude ohne Empörung in Dresden: Als die Sächsische Staatskapelle Residenzorchester der Osterfestspiele Salzburg wurde, mischte sich in den Stolz auch ein Barmen. Nun folgen ihr weitere Institutionen von der Elbe an die Salzach.
Kolumnen
Kaum ist Frühling, dürfen wir uns schon auf den Sommeranfang freuen: An den längsten Tagen des Jahres gibt es Schostakowitsch wieder in der Scheune.
Beinah hätten wir hier textlich uns an den Finsternissen unserer Tage festgebissen. Aber zum Glück gibts einen Lichtblick: heute glänzt Chemnitz im Premierenfieber. Eine Frau – wer sonst – schickt sich an, unsere teilverdüsterten Gemüter zu retten.
Wie klingt Frühling? Robert Schumann hat es gewusst und in seiner 1. Sinfonie zum Ausdruck zu bringen versucht. Auf der Leipziger Buchmesse klingt Frühling aus zahllosen Titeln.
Christian Thielemann erhält den Richard-Wagner-Preis der Leipziger Richard-Wagner-Stiftung. Der Berliner Dirigent schlägt quasi eine Brücke zwischen den beiden sächsischen Musik-Metropolen.
Gut möglich, dass die Sächsische Staatskapelle vorige Woche das erste Open-air-Konzert ihrer Geschichte im Monat Februar absolvierte. Sie ist ja auch nie zuvor in der Oasenstadt Al Ain aufgetreten. Nun hat sie Wagner in die Wüste gebracht.
Wie wäre es eigentlich, wenn wir an einem Tag wie diesem einmal nicht nur zurückblickten, sondern um uns herum schauten, weit aus dem Elbtal heraus, und mal tüchtig nach vorn dächten?
Besetzungsfragen werden auf der Couch geklärt? Von wegen! An der Semperoper gibt es ein ganz ungewöhnliches Casting. Mindestgröße eins fünfundachtzig!
Naomi Campbell für ihr soziales Engagement auszuzeichnen – so eine herrliche Posse kann auch nur den Machern des Semper-Opernballs einfallen. Hoffen wir nur, dass die momentane Schweine-Grippewelle den Veranstaltern nicht weiter zusetzt! Die Boulevard-Schlagzeile „Iris Berben sagt Opernball ab“ hat uns da doch einen kleinen Schrecken eingejagt; beinahe wäre uns das goldene Löffelchen unsanft in den Beluga-Kaviar gefallen.