2010 April

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30.04.2010: Der wollte doch nur spielen – Nigel Kennedy in Dresden

Der Punk, der die Klassikwelt eine Generation vor Pop-Prinzessin Vanessa Mae und Modezar David Garrett durcheinanderschüttelte und schon mal mitten im Stück "Astooon Villaaaaa" grölt, hatte die Anarchie zur persönlichen Marke gemacht. Es muss ein schmerzliches Eingeständnis für die Fans des britischen Geigers sein: Nigel Kennedy ist alt geworden. Auf Tour geht er aber immer noch, mittlerweile in einer gesponsorten Spitzenklasselimousine und mit "Meisterwerken von Johann Sebastian Bach und Duke Ellington".

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28.04.2010: Mielitz‘ »Fidelio«-Inszenierung zum letzten Mal in der Semperoper

Mit der Wiederaufnahme der Inszenierung des Fidelio im Haus der Sächsichen Staatsoper aus dem Jahre 1989 werden bei manchen Zuschauern und Akteuren sicherlich deutlich Erinnerungen wach aus der Zeit des Umsturzes – und mit dem jetzigen Wissen um den Ausgang der damals noch unklaren Situation ergibt sich nun eine neue und spannende Perspektive auf das Werk.

26.04.2010: Musische Bildung teurer? Das HSKD demonstrierte

Sanft mit dem musikalischen Mittel Schülerchor unterstützt, doch vehement protestierten am 14. April gut 200 Kinder, Eltern und Lehrer, die im Hof der Musikschule an der Glacisstraße zusammengeströmt waren. Sorge trieb sie zu dieser Aktion vor drohender Entgelterhöhung und Zorn, dass Einsparungen im sensiblen Bereich der musischen Bildung erfolgen sollen.

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26.04.2010: Elegante Exzentriker – David Murray gastierte mit seinem Black Saint Quartet in der Semperoper

Als John Coltrane vor einem halben Jahrhundert seinen Titel „Giant Steps“ und das gleichnamige Album herausbrachte, bewegte sich David Murray noch in den Kinderschuhen. Doch schon bald darauf sollte der in Kalifornien geborene Sohn hochmusikalischer Eltern ebenfalls zum Saxofon greifen, als Achtjähriger begann er auf dem Altsax, wechselte wenige Jahre später zum Tenorinstrument – und gilt längst als würdiger Nachfahr des Ausnahmejazzers.

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26.04.2010: Vom etwas krampfhaften Versuch, Franz Schmidts Oper „Notre Dame“ dem Vergessen zu entreißen

Angesichts der Premiere von "Notre Dame" darf man die Frage stellen, ob nicht eine konzertante Aufführung preisgünstiger den gleichen Stand der Erkenntnis vermittelt hätte als eine ohnehin beinahe konzertante Inszenierung. Wohl bemühte man viel auf- und abfahrende Bühnentechnik; dann verebbte aber die Personenführung immer wieder in dekorativem Leerlauf an der Rampe.

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26.04.2010: „In dem Moment, in dem man denkt: Wow, was für ein Geiger, ist etwas schief gelaufen.“ John Holloway im Gespräch

John Holloway erhielt seinen ersten Geigenunterricht mit fünf Jahren. Später studierte er bei Yfrah Neaman an der Guildhall School, spielte internationale Wettbewerbe. Vor seinem Auftritt im Rahmen eines Benefizkonzerts zur Innensanierung der Dresdner Kreuzkirche am 25. April befragte Katharina Müller den Hochschulprofessor für »Musik in Dresden«.