Während der letzten Jahre sind die Inszenierungen am tjg songlastiger geworden. Die Entwicklung gipfelt nun in einer Musical-Produktion: »I WILL BE FAMOUS« ist herrlich lautes, herzlich lustiges und ehrlich ergreifendes Drama.
Rezensionen
Zum Abschied gab es ein Porträtkonzert. Damit wurde der Dresdner Komponist Günter Schwarze aus dem aktiven Hochschuldienst entlassen. An Ruhestand ist aber nicht zu denken. Sein Leben gehört auch künftig der Musik.
Marie, Bedrich Smetanas »verkaufte Braut«, rückt in der Neuinszenierung der Staatsoperette fast ein wenig aus dem Blickfeld. Im Mittelpunkt des Stücks steht der verträumte Dorftrottel Wenzel. Wie Hauke Möller die Rolle spielt, wie der Regisseur Arne Böge sie angelegt hat, das hinterlässt bei allem Spaß am böhmischen Lokalkolorit ein mulmiges Gefühl.
Gäbe es die Reihe »Das Lied in Dresden« nicht: es stünde schlecht um die Gattung Lied in Dresden. Kaum ein Veranstalter kümmert sich drum, keiner so regelmäßig und rührig wie der kleine Verein, der sich den Namen dieser Reihe auf seine Fahnen geschrieben hat.
Samstag abend, Jazzclub Tonne. Christina Lux schafft es von Anfang an, das Publikum mit ihrer souligen Singer-Songwriter-Wohlfühlmusik und einer erfrischend amüsanten Moderation auf ihre Seite zu holen – zu unterhalten, zum Mitmachen zu animieren. Die dargebrachten Stücke spannten einen kunstvoll gewebten roten Faden durch den Abend.
Wie feiert man Krieg? Man sperrt ihn ganz einfach aus. Lässt ihn: Draußen vor der Tür. Und krönt ihn – mit Feuerwerk! Das Richard-Strauss-Jahr wird auch vor den Toren von Dresden begangen.
Im Sächsischen Vocalensemble war 2010 anlässlich der 200. Wiederkehr von Schumanns Geburtstag die Idee geboren worden, Robert und Clara Schumanns Dresdner Stationen mit Plaketten zu markieren.
Ein neues Werk für großes Orchester, Chor, Sänger und Schauspieler, uraufgeführt in Weimar, heißt »Vom Lärm der Welt oder die Offenbarung des Thomas Münzer«. Offenbarung ist die Musik des Dresdner Komponisten Sven Helbig: kein Lärm für den Lärm der Welt, eher Klangflächen für das Orchester, deren scheinbare Ruhe aber trügerisch ist. Darunter verbirgt sich etwas zutiefst Beunruhigendes.
Musik (leider noch nicht) in Dresden müsste dieser Beitrag genannt werden. Denn die Oper, die jetzt in der Wiener Staatsoper stürmisch gefeiert wurde, hat viel mit Dresden zu tun. »Adriana Lecouvreur« heißt das Werk. Es hat einen prominenten Titelhelden: Moritz von Sachsen.