Obwohl weite Teile der Innenstadt am Montag Abend wegen eines Militäraufmarsches lahmgelegt waren, fanden zahlreiche Kulturinteressierte den Weg zum Forum Tiberius. Dort wurden – mit Hilfe eines ehemaligen Kulturbürgermeisters – die Vitamine der Kultur aufgewogen.
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Der Japaner Toshio Hosokawa hat die Leidensgeschichten von Dresden und Hiroshima in einem Klangbild verewigt, das kaum einen symbolischeren Ort als die Frauenkirche für die Erstaufführung durch die Dresdner Philharmonie finden könnte. Am Abend des 6. November ist es soweit.
Der Dirigent und Komponist Rudolf Barschai wurde im September zu den Internationalen Schostakowitsch-Tagen in Gohrisch erwartet. Kurzfristig ließ er aus gesundheitlichen Gründen sein spätes Debüt bei der Sächsischen Staatskapelle absagen. Am Dienstag ist er im Alter von 86 Jahren in Basel gestorben.
Die von der Landesregierung geplante Novellierung des Kulturraumgesetzes ist mit der Verfassung des Freistaates Sachsen und dem Grundgesetz unvereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten des Bonner Juristen Prof. Dr. Fritz Ossenbühl.
Mit der Jahresausstellung "Theaterbauten in Dresden" liefert das Landesamt für Denkmalpflege den Bühnenhintergrund für ein Thema, das den Bürgern der Stadt am Herzen liegt. Das Problem der Ausstellung: sie bricht zeitlich zu früh ab. Heutige Theater(neu)bauten unter ästhetischen und kulturpolitischen Aspekten genauer zu betrachten, vermeiden die Denkmalschützer. Und provozierten damit indirekt den Eklat bei der Eröffnungsveranstaltung.
Die Zustimmung des Stadtrates dürfte reine Formsache sein. Damit wäre Michael Sanderling ab der kommenden Saison Chefdirigent der Dresdner Philharmonie. Der zukünftige Staatskapellchef Christian Thielemann bekäme mit Sanderling einen gewichtigen Mitstreiter um Dresdens kulturelle Werte. Und das ist bitter nötig – denn die liegen am Boden. Ein Kommentar.
Traurige Nachricht aus Leipzig: Die Stadt, in der Joachim Herz einst so fulminant Wagners „Ring“ inszeniert hatte, nimmt Abschied von ihm. Am Montag hat der Regisseur im Alter von 86 Jahren die letzte seiner vielen Bühnen verlassen.
Ein Fest zu Ehren von Heinrich Schütz gibt es seit Jahren, zuletzt – als "Heinrich-Schütz-Tage" – nicht gänzlich störungsfrei und konzeptionell nicht immer überzeugend. Für dieses Jahr kündigen die Veranstalter in neuer Organisations- und Erscheinungsform ein Musikfest an, das diesem Titel nun endlich gerecht werden soll.
Seit 2004 findet in New York das Fall for Dance Festival statt. Das Dresden Semperoper Ballett hat dieses Jahr im Finalprogramm des Festivals am 8. und 9. Oktober sein Debüt in New York geben. Mit Bravour, absoluter Könnerschaft und individueller Ausstrahlung gewannen die Tänzer die Sympathien des Publikums im ausverkauften Saal.