Michael Ernst

04.11.2010: Ikebana in Noten? Eine Leidensgeschichte

Der Japaner Toshio Hosokawa hat die Leidensgeschichten von Dresden und Hiroshima in einem Klangbild verewigt, das kaum einen symbolischeren Ort als die Frauenkirche für die Erstaufführung durch die Dresdner Philharmonie finden könnte. Am Abend des 6. November ist es soweit.

04.11.2010: Rudolf Barschai – ein Abschied mit Bach

Der Dirigent und Komponist Rudolf Barschai wurde im September zu den Internationalen Schostakowitsch-Tagen in Gohrisch erwartet. Kurzfristig ließ er aus gesundheitlichen Gründen sein spätes Debüt bei der Sächsischen Staatskapelle absagen. Am Dienstag ist er im Alter von 86 Jahren in Basel gestorben.

01.11.2010: „Chaplin“ mit Chaplin

Ein Leben für den Film für den Tanz für das Leben für das Lachen für das Weinen für die Liebe. Wer hat all das mit viel zu großen Schuhen ausgeschritten? Im zerschlissenen Anzug? Mit Melone überm schalkhaftigen Blick? Schnauzbart und Stöckchen als weitere Markenzeichen? Ja und ja, Charles Spencer Chaplin Jr., den wir alle viel besser als Charlie Chaplin kennen. Aber kennen wir ihn wirklich?

29.10.2010: Drei Premieren in drei Wochen

Regie Rita Schaller – das gilt nicht nur für den „Zigeunerbaron“ an der Staatsoperette. Obwohl dies erst einmal ihre nächste Premiere sein wird. Es sollte ursprünglich eine Koproduktion werden, die ist geplatzt, nun inszeniert Rita Schaller als Gast an der Staatsoperette den „Zigeunerbaron“ von Johann Strauss. In einer Probenpause erfuhr Michael Ernst, dass auf diese Premiere gleich noch zwei weitere folgen.

22.10.2010: „Wasser taucht nie auf“

Wolfgang Krause Zwieback, Unikat aus Leipzig, präsentiert sich nach langer Dresden-Abstinenz mal wieder im Societaetstheater. Diesmal mit einem Programm für zwei. In einem Wasserprogramm. Eins mit Musik. Der Allerwelts-Künstler, ein Darsteller seiner selbst, wechselt beständig sein Metier und bleibt sich darin überraschend treu. Paradox? Mitnichten.

20.10.2010: Klassische Moderne in Rot

Zurück zu den Wurzeln? Die Dresdner Philharmonie bespielt wieder den Konzert- und Kongress-Saal im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Nach dem Verlust ihrer einstigen Spielstätte, die Deutschlands 2. Weltkrieg nicht überstand, fanden hier mehr als zwei Jahrzehnte lang die Nachkriegskonzerte der Philharmoniker statt. Am 19. Oktober 2010 zog das Orchester wieder hier ein – obwohl der Kulturpalast immer noch steht.

19.10.2010: Ein Leben für die Oper

Traurige Nachricht aus Leipzig: Die Stadt, in der Joachim Herz einst so fulminant Wagners „Ring“ inszeniert hatte, nimmt Abschied von ihm. Am Montag hat der Regisseur im Alter von 86 Jahren die letzte seiner vielen Bühnen verlassen.

07.10.2010: Ein Freund, der Baum

Mit Richard Strauss‘ »Daphne« hat Ulrike Hessler für ihre erste Premiere am Haus auf ein 1938 in Dresden uraufgeführtes Werk gesetzt. Die Musik sei eine "edle Spätlese, von erdig-blumigem Aroma, das noch lange danach auf der Zunge haftet", schrieb ein Kritiker der »National-Zeitung« über die Aufführung vor sechzig Jahren. Heute haben wir jedoch das Regietheater. Vorhang auf…