Dresdner Musiker und ihre Instrumente – das ist ein Thema, dem sich »Musik in Dresden« in den nächsten Monaten widmen wird. Konzertmeister haben dazu ebenso freudig (und leidenschaftlich!) Auskunft gegeben wie Solovirtuosen, Hochschulprofessoren oder Geigenbauer… Den Anfang unserer Reihe macht Prof. Wolfgang Hentrich, Konzertmeister der Philharmonie.
Martin Morgenstern
Wer künftig Opernkarten in der Dresdner Schinkelwache kauft, kann sich von einem Spielzeit-Gemälde des Berliner Künstlers Ulrich Neuling inspirieren lassen, das die Semperoper-Intendantin Dr. Ulrike Hessler heute feierlich enthüllte. Neunzehn Premieren – mehr als jemals zuvor – stehen 2011/12 auf dem Spielplan. Seltener dürfen sich Besucher dagegen auf "Jazz in der Semperoper" freuen; und die Liedreihe im Semperopernrund wird gänzlich eingestellt. An ihre Stelle treten Liederabende im intimeren "Semper 2"-Bau.
Das leise Entsetzen stand Matthias Goerne nach den ersten Tönen ins Gesicht geschrieben. "Ich kann und mag nicht fröhlich sein", begann er – angesichts des nur mäßig gefüllten Kulturpalastes und den sängerischen Anstrengungen, die hier vor ihm lagen, wohl eine verständliche Regung. Aber dann winkte der Dirigent Ingo Metzmacher die Philharmonie in die Mahlersche Umlaufbahn.
Ein äußerst selten aufgeführtes "Miserere" von Paul Dessau kehrt nach Leipzig zurück. Die szenische Erstaufführung unter der Dietrich W. Hilsdorfs Regie versteckt sich hinter den Brecht-Texten, hat optisch nur Verhärmtes, Graues, Betroffenes zu bieten; und darüber hinaus einen guten und einen schlechten Witz.
Für Dresdner Musiker wird es zunehmend schwieriger, ihr Hobby in passender Umgebung auszuleben. Geeignete Proberäume sind häufig schlecht ausgestattet, viel zu weit entfernt oder fehlen völlig. Mit der Eröffnung des Bandhauses „Volume 11“ wollen Moritz Hasselgruber und Nils Burchartz dieser Situation Abhilfe schaffen.
Es ist ja überhaupt selten ersprießlich, einen Künstler zu fragen, ‚was er sich dabei gedacht hat‘. Trotzdem, die Dresden International University hatte den Altregisseur Harry Kupfer zum Gespräch geladen. Da leider jemand fehlte, der ihm auch mal widersprach, geriet der Abend zum demütigen Denkmalsputz. Und die Studenten sahen zu.
Wer bin ich?, fragt sich das Landesbühnenorchester derzeit bang, und wenn ja, wie viele? Das Fusionsgespenst geht wieder um in Sachsen, und Radebeuler Wutbürger malen schon die Transparente. Der "gesunde Organismus Landesbühnen" solle von Seiten des Kunstministeriums einer "strengen Diät" unterzogen werden, so die warnenden Worte der Musiker auf einem Beipackzettel zum 3. Sinfonischen Konzert.
Die "dunkelste, deprimierendste Show seiner Karriere" nannte das TIME Magazine Stephen Sondheims Broadway-Musical »Passion« – und in gleichem Atemzug "das einzige denkwürdige Musical der Spielzeit". Sechzehn Jahre nach seiner Uraufführung ist das Werk nun an der Staatsoperette zu sehen: ein Quantensprung für das Leubener Ensemble.
"Briefmarkenopern" war das Hochschulkonzert betitelt. Kleinstwerke wurden da präsentiert, manchmal nicht mehr als eine fixe Idee. Einige davon überzeugten, indem die Komponisten mit den jeweils zu Gebote stehenden Mitteln ökonomisch haushalteten. Andere enttäuschten. »Musik in Dresden« revanchiert sich nun: mit einem druckfrischen Bogen Briefmarkenrezensionen.