Untrennbar ist der Name Fritz Reiner bis heute mit dem Chicago Symphony Orchestra verbunden. Zehn Jahre lang, von 1953 bis 1963, leitete er das berühmte Ensemble vom Lake Michigan, das er zum Inbegriff höchster Orchesterkultur formte. Davon künden zahlreiche Aufnahmen, die als Meilensteine der Schallplattengeschichte gelten. Vielen Musikliebhabern ist allerdings nicht bekannt, dass der gebürtige Ungar seine wahrscheinlich wichtigste Prägung in Dresden erhielt, wo er von 1914 bis 1921 als Hofkapellmeister wirkte. Hier lernte er – in allabendlichen Opern- und Konzertdirigaten in der Semperoper – sein musikalisches Handwerk, und hier traf er auch mit Richard Strauss zusammen, als dessen Interpret er später neue Maßstäbe setzte.
Aufnahmen
Den Namen „Pin Addix“ sollte man sich merken, wenn man Instrumentalmusik mag, die so recht in keine Schublade passen will. Jenes Quintett hat sich 2010 in Berlin um Sebastian Piskorz gebildet, der frisch bei Prof. Zoller an der Dresdner Hochschule sein Kompositionsstudium abgeschlossen hat. Die erste, wohl gereifte Pin-Addix-CD „Point Zero“ begeistert nicht nur durch eine abgerundete musikalische Grundstimmung, sondern auch durch einprägsame Motive.
2011 zu Gast bei den Dresdner Jazztagen, Anfang 2013 im Wechselbad der Gefühle in Dresden, und ab nächster Woche wieder auf großer US-Tour. Die fünf Jungs von vocaldente aus Hannover kommen rum.
Velemir Dugina? Da müssen selbst ausgewiesene Musikkenner passen. Man kennt ihn nicht, diesen Geiger und Komponisten. Mathias Bäumel wollte das ändern und hat sich auf Spurensuche begeben. Ein kleines, aber feines Büchlein legt Zeugnis ab.
Semperoper Edition Vol. 3: Die ersten Dresdner Wagner-Aufführungen nach 1945.
Es war viel los letztes Wochenende in Sachen Kultur in Weimar. Im Deutschen Nationaltheater wurde der neue Chef Hasko Weber begrüßt. Im Neuen Museum wurde eine Ausstellung mit choreografischen Objekten von William Forsythe eröffnet. Aber eigentlich ging es vor allem um einen Wahl-Dresdner, der vor zweihundert Jahren geboren wurde.
Der Dresdner Gitarrist Lars Kutschke hat sich für sein erstes Solo-Album Zeit gelassen. Am Montagabend ist es soweit: ab 21 Uhr stellt er im Jazzclub Blue Note sein neues Album vor. Dieses überrascht mit facettenreichen Kompositionen, die gefühlvoll interpretiert sind.
Der Bratscher Nils Mönkemeyer kombiniert die Bachschen Cello-Suiten mit zeitgenössischen Auftragswerken. Inspirierend!
Der Cellist Jan Vogler und der Bratschist Nils Mönkemeyer haben die Bachschen Cello-Suiten eingespielt. Ihre Interpretationen könnten unterschiedlicher kaum sein.