Die schwedische Songwriterin Sofia Talvik, die sich einen treuen Freundeskreis erspielt hat, indem sie auf eigene Faust mit ihren kleinen Bussen durch die USA und Europa tourt, nimmt Kurs Richtung Dresden. Heute Abend spielt sie im Kulturcafé M in Dohna.
Aufnahmen
Manchmal fallen mir beim Stöbern, beim Suchen, beim Aufräumen, Dinge in die Hände, die hatte ich fast vergessen. Im Falle der beiden DVDs, die mit wieder zu Gesicht gekommen sind, kann ich nur sagen, herrlich: ob es das Ballett »Hobson´s Choice« ist, oder »Still Life at the Penguin Cafe« mit der Dokumentation über das beinahe vergessene Penguin Cafe Orchestra, ich habe sie sofort wieder angesehen und bin nicht weniger angetan als vor über zehn Jahren, als die beiden DVDs zu mir gelangten…
Eine märchenhafte Produktion. Zauber, Spuk und Wunder sind zu besichtigen, aber alles ganz heutig – und trotzdem sehr schräg. Oder gerade deswegen? Geschenkt. Tann-Jazz bringt holzharten Jazz unter die Leute.
Wie aus einer anderen Welt: Die neue CD der Dresdner Band »The Gentle Lurch« scheint nicht von diesen Landen zu sein. Feeling und Sound, selbst die sich aufdrängenden Parallelen (die dann doch nur halbherzig wahr sind) deuten auf amerikanischen Ursprung. Was steckt hinter »Workingman’s Lurch«?
Sommerpause, Theaterpause. Gute Gelegenheit, die Stapel der DVDs zu sichten, für mich das absolute Tanzvergnügen, grandiose Mitschnitte und Aufnahmen neueren oder auch etwas älteren Datums. Bekannte und unbekanntere oder zumindest ganz selten zu erlebende Stücke lassen manchen Sommerabend zum Erlebnis am Bildschirm werden.
Wo immer Kulturhasen abends grasen gehen, schaut er oft schon igelgleich aus der Furche: Florian Mayer ist Dresdens violinesker Tausendsassa. Allein zum Elbhangfest ist er am Wochenende mit drei verschiedenen Programmen zu erleben.
Die Dresdner Organisatoren der C.P.E. Bach-Festlichkeiten stehen vor einer schwierigen Aufgabe. Folgt das Jubiliäum des Bach-Sohnes nicht nur dem ausgiebig zelebrierten Wagnerjahr, der Jubilär muss sich das Jubeljahr auch noch mit Richard Strauss teilen. Wagner und Strauss, die natürlich sehr enge Beziehungen zu Dresden hatten, sind einschüchternde Figuren im Gegensatz zu dem unauffälligeren Komponisten, der weder etwas mit Oper am Hut hatte, noch mit Dresden direkt. Oder doch? Da gab es diesen Sohn… Höchste Zeit für eine Vorstellung also: gestatten, Johann Sebastian Bach. Der Jüngere.
Liebe, Sehnsucht, Vergänglichkeit. Es gibt Themen, die sind ewig. William Shakespeare, aktuell wegen seines 450. Geburtstags in aller Munde, hat es meisterlich verstanden, diese universellen Fragen in eine Literatur umzusetzen, die seine Zeitgenossen ebenso berührte wie die Menschen des 21. Jahrhunderts. Nun legt der Dresdner Sänger und Komponist Hallam London ein Album vor, das Shakespeares Lyrik in die Gegenwart katapultiert.
Auch dieses Jahr wollen wir Ihnen, geneigter Leser, nicht verhehlen, welche Geschenke sich auf dem Gabentisch gut machen würden. Und 2013 ist nun mal Wagnerjahr, da kommt kein Schenkender umhin…