Die Hellsten werden die Schnellsten sein (gilt auch umgekehrt)!
Kolumnen
Das Witzeln über die Elbphilharmonie Hamburg ist verklungen. Beim Dresdner Kraftwerk Mitte fängt es erst an.
Vielleicht hätte man die Chemnitzer »Südseetulpen« nicht Operette nennen sollen? Dann hätte man auch keine Erwartungen geweckt, die sich nicht erfüllen und schon zur Pause im Parkett des Chemnitzer Opernhauses die Reihen lichter werden ließen.
Wenn es im Regenbogen-Blätterwald rauscht, zumal im nachrichtenarmen Monat Januar, ist das meist eine Ente. Eine aufgeblasene Ente. Die fällt natürlich nicht weit von ihrem Stamm, sondern ins eisige Winterloch.
Das Tanzjahr 2017 hat begonnen! Gleich zu Beginn gastiert das Semperoper Ballett in der Opéra Garnier mit William Forsythes »Impressing the Czar«, eine Menge aufregender Projekte folgen… ein kleiner Ausblick!
Heute kommt in der Christuskirche Strehlen Jörg Herchets »Weihnachtsoratorium« zur Uraufführung: ein komplexes Kantatenwerk, das aus der Zwiesprache mit Johann Sebastian Bach erwächst.
Dresden steht am Scheideweg: Entweder macht sich diese Stadt weiterhin aus eigener Kraft lächerlich und leistet sich die wunderbare Farce, Kulturhauptstadt werden zu wollen – oder alle Beteiligten setzen sich irgendwann mal an einen Tisch setzen und reden.
Wir sind Faust! »DER FAUST« für eine Produktion aus Dresden, die noch dazu, wie eben Ekmans »COW«, „auf einzigartige Weise choreografischen Humor mit moderner Tanzkunst verbinde“, so gratulierte der kaufmännische Geschäftsführer und kommissarische Intendant der Semperoper, Wolfgang Rothe, dessen Herz ja ohnehin dieser Kunst entgegen schlägt und wahrscheinlich noch höher schlug, als eben diese „spektakuläre Choreografie, die das Seelenleben einer Kuh thematisiert“, den ehrenden Faustschlag erhielt.
Ekkehard Klemm zieht es künfting vom Schreibtisch wieder stärker ans Pult.