Dass Hammerklaviere nicht sprechen können, ist allgemein bekannt. Kristian Bezuidenhout erteilte der Vernunft eine Abfuhr: er bewies seinem Publikum am Montagabend das Gegenteil.
Musik in Dresden
Musikalische Welten lagen am Sonntag zwischen dem perfekten Timing des Mahler Chamber Orchestra am Vormittag und der störrisch-brachialen Klangkulisse der Tschechischen Philharmonie am Abend. Martin Stadtfeld versuchte seinen Auftritt immerhin mit einer in abartiger Geschwindigkeit gegebenen Zugabe vergessen zu machen.
Heute abend 20 Uhr bei Brockmann und Knoedler: Pascal von Wroblewsky macht mit Jürgen Heckel, Peter Michailow und Max Hughes sowie einem ziemlich ausgefallenen Repertoire Tourneestation in Dresden.
In der Reihe der »Lieder in Semper 2« gibt Angela Liebold am Freitag den Abend »So ist die Lieb’«. Die Mezzosopranistin vereint an diesem Abend Musik und Literatur – Gedichte, Klavierstücke und Lieder. Das Programm reicht von Christian Morgenstern bis zu Manfred Streubel und Eva Strittmatter.
Zur ersten langen Nacht der Dresdner Theater gab es eine Menge Musik in den Titeln der Veranstaltung. Und denen sind wir auf die Spur gegangen. Das wahre Highlight fanden wir tatsächlich erst zum Schluß.
Clemens Pötzsch macht Musik, die man an der Hochschule für Musik selten zu hören bekommt. Den Komponisten und Pianisten hat es in seinem Zweitstudium ein zweites Mal hinter die Schulbank gezogen. Am Freitag, den 11. Mai spielt er mit MASAA in der „Alten Feuerwache Loschwitz“ Dresden, am Dienstag, den 15. Mai mit seiner Band „Slavicon“ im Jazzclub Blue Note. Und am 1. Juni darf er sich die Bühne mit Till Brönner teilen.
Ob Blond oder Brünett, dünn oder dick, hübsch oder hässlich – für Don Giovanni zählt nur, dass die Frau einen Rock trägt. Und wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, gibt es kein Halten mehr für ihn. Er nimmt sogar den Tod von Donna Annas Vater in Kauf, nur um seine Geliebte zu erobern. Und auch der Umstand, dass sein neustes Entdeckung Zerlina bald in den Stand der Ehe treten, stört ihn nicht… Heute wieder in der Semperoper.
Mit „Hildegard Lernt Fliegen“ kommt am Samstag eine ziemlich abgehobene Band in die Tonne. Wer von dem genial-schrägen Sextett eine Musik erwartet, die in Worten des Mainstream fassbar wird, sollte sich lieber anschnallen.
Irina Pauls und „Das Collectif“ brachten zur Tanzwoche ihr Stück „Stomping La Luna“ ins Kleine Haus. Dieses rückt das Orffsche Werk in ein ganz neues Licht.