In ihrem neuen Programm »Vox populi?! Der Klang der Demokratie« geht das Ensemble AuditivVokal, die „Charmeoffensive aus Elbflorenz“ (Deutschlandfunk Kultur), auf Tuchfühlung mit der Demokratie.
Musik in Dresden
Die neue Reihe der »Palastkonzerte«, organisiert vom Team der Dresdner Musikfestspiele um Jan Vogler, eröffnete am Sonntag Herbert Blomstedt mit dem Gewandhausorchester und einem ‚Leipziger‘ Programm. Der Jubel für die Gäste war groß.
Dass sein g-Moll-Violinkonzert Max Bruch in den Ohren der Nachwelt zum One-Hit-Wonder schrumpfen ließ, ist für die Staatskapelle kein Grund, das beliebte Werk nicht regelmäßig ins Programm zu nehmen. Umso inspirierender, wenn es durch ein Werk ergänzt ist, das fast zeitgleich entstand.
Eine „Sinfonie der Tausend“ war es zahlenmäßig zwar nicht; aber die Wirkung der immerhin fast vierhundert Mitwirkenden (120 Instrumentalisten, 274 Sänger) war am Wochenende im Kulturpalast „tausendfach“ und beeindruckte das begeisterte Publikum.
Herbert Blomstedt setzte kurz vor seinem 90. Geburtstag in Dresden einen Meilenstein der Bruckner-Interpretation. Jetzt ist das Konzert online nachzuerleben.
Neben Wagners Opern hat sich Leipzigs Ensemble Richard Strauss zugewandt. Die Premiere von »Salome« war eingebettet in Aufführungen von »Arabella« und »Frau ohne Schatten«. Auch nach der zweiten Aufnahme der Salome gab es tosenden Beifall, standing ovations. Tatsächlich – die Leipziger Aufführung wurde zu einer Sternstunde Strauss’scher Oper oder – wie das Werk im Wagnerschen Sinne benannt wurde – „Musikdrama“ in einem Aufzug.
Herbert Blomstedt, Ehrendirigent der Staatskapelle, von 1975 bis 1985 Chefdirigent des Dresdner Orchesters und in wenigen Tagen 90 Jahre alt, kehrte heute mit einem Wunschkonzert zu seinen Ehren in die Elbestadt zurück. Morgen wird open-air vorgefeiert.
Das Junge Ensemble Dresden auf Konzerttournee durch die Ukraine.
Eine tief beeindruckende Aufführung ging am Wochenende über die Bühne der Dresdner Semperoper. Langanhaltender Beifall, Bravos und standing ovations feierten eine bildhafte Inszenierung von Mieczysław Weinbergs Oper »Die Passagierin« in zwei Akten, acht Bildern und einem Epilog.