Ein herber Verlust

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Ein herber Verlust

Foto: Frank Höhler

Wir erhielten die traurige Nachricht, dass Olaf Krumpfer gestern im Alter von 56 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist. Olaf Krumpfer begann 1999 seine musikalische Tätigkeit an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden als Lehrbeauftragter für Posaune und Kammermusik. 2004 erhielt er eine Honorarprofessur, bevor er 2008 zum ordentlichen Professor berufen wurde.

Im Juli 1961 in Berlin geboren, erhielt Olaf Krumpfer zunächst Unterricht auf der Trompete und wechselte mit neun Jahren zur Posaune. Zum Glück! Seine herausragenden musikalischen Qualitäten spiegeln sich in seinem musikalischen und beruflichen Werdegang wider. Nach dem Besuch der Spezialschule und Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin begann seine orchestrale Laufbahn als Soloposaunist im ehemaligen Zentralen Orchester der NVA. Unmittelbar nach der Wende wechselte er zum Rundfunktanzorchester Berlin. 1992 bekam er eine Einladung zum Probespiel bei der Dresdner Philharmonie, setzte sich gegen die Konkurrenz durch und erhielt die Position des Ersten Soloposaunisten. Diese hatte er bis zum Wechsel als hauptamtlicher Professor an die Dresdner Musikhochschule im Jahr 2008 inne.

Olaf Krumpfer war als Lehrer sehr erfolgreich und beliebt. Viele seiner Studenten sitzen heute in führenden Positionen in Spitzenorchestern. Mehrere Kammermusikensembles – ob vom Landesgymnasium oder der Hochschule –  errangen 1. Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Als Mitglied unzähliger Kammermusikensembles und als Solist errang er weltweite Anerkennung. Seine direkte, manchmal auch unbequeme Art, sein spezieller Humor machten ihn zu einer unverwechselbaren Persönlichkeit, einer Persönlichkeit, die im Innersten einen sehr weichen Kern hatte.

Der viel zu frühe Tod von Professor Olaf Krumpfer ist für die Musikhochschule und das Landesgymnasium für Musik ein herber Verlust. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten.

DANKE, LIEBER OLAF, FÜR DIE ZEIT MIT DIR!

Frank van Nooy

22.03.2018Allgemein