Wenn junge Musiker neben venezianischer Kunst Barockmusik auf hohem Niveau darbieten, scheinen nicht nur die Künste, sondern auch Nationalitäten und Charaktere zu einem harmonischen Ganzen zu verschmelzen. So offenbarte sich das Junge Musikpodium Dresden-Venedig als Institution, die nicht nur die künstlerischen, sondern auch die sozialen Bande zwischen Deutschland und Italien kunstvoll zusammenführt.
Rezensionen
Den "vielgeneigten Leser" bat 1816 der Herausgeber des fantasiesprudelnden Märchens »Nußknacker und Mausekönig«, "ohne weitere Ansprüche gemütlich das hinzunehmen, was ihm anspruchslos aus treuem Gemüt dargeboten wird." Wohlan in diesem Sinne zur Semperoper-Premiere des Tschaikowski-Klassikers »Der Nußknacker«!
Auffällig viele junge Besucherinnen und Besucher mit einem Cello auf dem Rücken oder am Arm zog es am Mittwochabend in den Konzertsaal der Musikhochschule. Verwunderlich war dies nicht, ihr gemeinsames Ziel war schließlich das Antrittskonzert von Danjulo Ishizaka. Der 1979 geborene Deutsch-Japaner hat seit kurzem eine Professur für Cello am Hause Carl Maria von Weber inne.
Wehmütig zitiert der ehemalige Skandalgeiger Nigel Kennedy auf seiner aktuellen Tournee mit dem Titel »Four Elements« musikalische Provokationen, die längst keine mehr sind. Und auch die alten Herrschaften im Publikum schwelgen in Erinnerungen…
Nicht nur die St.-Jakobus-Kirche war aufgeheizt. Auch die Stimmung ließ keinen Zweifel daran, dass die Kälte von draußen niemanden störte. Dafür sorgte Tommy Emmanuel. Mit Charme führte er durch den Abend, der sich – mit Überraschungsgästen – zu einem der Höhepunkte der diesjährigen Jazztage steigerte.
ist auch nicht immer alles eitel Sonnenschein. Céline Rudoph ist das Gesicht der diesjährigen Jazztage, außerdem in Dresden Professorin für Jazzgesang. Am Montag Abend gab sie eines der letzten Konzerte des Festivals in der Comödie, sorgte dort allerdings nur für mäßige Begeisterung. Offenbar war der Teil der Zuhörer, der noch vor der Zugabe verschwand, mit anderen Erwartungen gekommen.
Zack, Tür auf, herein kommt so ein junges Ding und behauptet, Prinzessin zu sein. Misstrauisch stellen sie König und Königin auf die Erbs-Probe, bevor sie ihren Sohni mit der Unbekannten verheiraten… Mit Ernst Tochs Kurzoper "Die Prinzessin auf der Erbse" hat das Mittelsächsische Theater erneut eine kindgerechte, aber nirgends platte Inszenierung im Programm.
Zum Andenken an die Novemberpogrome hat der Dresdner Kammerchor ein ungeheuer bewegendes Konzertprogramm zusammengestellt. In den Synagogen von Berlin, Görlitz und Dresden sang der Chor Werke von Henryk Górecki, Robert Heppener, Charlotte Seithers und Heinz Holliger.
Seit dem Revival der Comedian Harmonists scheint der Trend der vier- bis sechsstimmigen Gesangsmusik ohne Instrumente nicht abzureißen. Die Liste der zeitgenössischen Gruppen ist lang, der Facettenreichtum eher dürftig. Warum also sorgten Vocaldente, eine A-capella-Band aus Hannover, am Samstag für so viel Trubel im Societaetstheater?