Italienische Oper in Dresden, die Premiere von Giuseppe Verdis »Otello« an der Semperoper, da sollte ganz großer Bahnhof angesagt sein. Oder doch eher das Abstellgleis?
Rezensionen
Dmitri Schostakowitschs 7. Sinfonie in der Philharmonie: dies Werk und seine Wiedergabe war im Umfeld des Februar-Gedenkens ein wahrhaft würdiger Beitrag des Erinnerns an unvergesslich schreckliche Ereignisse.
Seitdem ich die vierzehnjährige Geigenstudentin María Duenas im Konzert hörte, frage ich mich: was gibt’s da eigentlich für sie noch zu lernen?
Nachdem der Kulturausschuss der Landeshauptstadt jede Förderung für das »Klangnetz Dresden« eingestellt hat, waren die Organisatoren kurz davor, das ursprünglich geplante Motto für die Veranstaltungsreihe wörtlich nehmen zu müssen: »auf!HÖREN«. Aber erst mal machen sie weiter, vorerst ohne Förderung.
Der 2.Aufführungsabend der Staatskapelle brachte ein Wiedersehen mit dem Dirigenten Thomas Sanderling – und für viele Hörer eine erste Begegnung mit einem außergewöhnlichen Komponisten.
Das Jahresprogramm für 2017 in Hellerau verrät Weltsicht und Weitblick für Dresden. Vom grünen Hügel der Moderne aus gehen Impulse in die Kunststadt. Ein kleiner Ausblick nach dem fulminanten Jahresauftakt mit »Babel (words)«.
Die Handlung der griechischen Sage, die in Ovids »Metamorphosen« römisch überliefert wurde, ist einfach. Phaeton, von Hochmut als vorgesehener König von Ägypten und als Sohn des Sonnengottes getrieben, will er mit dem Sonnenwagen des Vaters gen Himmel fahren. Was dazu führt, dass die ganze Erde vom Feuer des Wagens erfasst wird, so dass Jupiter (Zeus) eingreifen muss und mit Donnerblitzen den Hochmütigen zu Fall bringt.
Der Composer-in-Residence Heinz Holliger dirigierte am Wochenende bei der Philharmonie ein eigenes Werk. Das 2015 entstandene »Dämmerlicht« ist ein vielfarbiger Klangzauber.
Die Bratschistin Christina Biwank und der Pianist Christoph Berner spazierten gemeinsam durch Zeiten und Welten.