Am heutigen Dienstag wäre Richard Wagner zweihundert Jahre alt geworden. Vorzeitig, vor 130 Jahren, ist er zu höheren Diensten ad parnassum abberufen worden. Dresden gedenkt seines bedeutungsvollen Sohnes.
Kolumnen
Die Siegesgöttin ist aus dem Rennen. Das Rennen geht weiter. Aber ist das Pokern um die Nachfolge auf Dresdens Intendantensesseln wirklich so geheimnisvoll, wie allgemein gemutmaßt wird?
Rainer Goldberg, Ernst Gruber, Ruth Glowa-Burkhardt, Wilfriede Günschel und Johanna Gadski sind die heutigen Wagner-Namen im großen Sänger-ABC von »Musik in Dresden«.
„Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.“ Im Gegensatz zu fast allem anderen, was bemerkenswert ist in dieser Welt (Kaffeefilter et cetera) ist dieser Satz nicht in Dresden erfunden worden. Hätte aber auch gut aus dem hiesigen Rathaus stammen können.
Heute mal keine Selbstanzeige, sondern ein Aufschrei: Der größte Steuerbetrug ist die Steuerver- schwendung! Und was der Sport kann, das können Kunst und Kultur schon lange.
Wer hätte das gedacht? Der Kulturpalast kommt später, das Kulturkraftwerk wackelt, der Kulturbürger schweigt … Ein kommunales Konzept? Glückwunsch, Gut Nacht!
In Sachsen wird nicht mehr gesungen. Hausmusik ist zur Rarität geworden. Ein trauriger Landstrich, wenn die Stimmen nicht mehr erklingen. Aber ist dem denn tatsächlich so? Oder anders gefragt: Was das je anders?
Oper ist schwerfällig. Seit nun schon mehr als vierhundert Jahren gilt sie als der dicke Dampfer unter den Genres der schiffbaren Künste. Dabei gab es vor vierhundert Jahren noch nicht mal Dampfer, aber egal: Oper ist teuer und passt sich nicht an.
Christian Thielemann hat zugegeben, sein Alter bei Bewerbungen falsch angegeben zu haben. Zwar stimmt der 1. April – allerdings wurde der Dirigent bereits 1939 geboren.