Kurt Weill wurde 1900 in Dessau geboren und starb 1950 in New York. Mit Dresden hatte er nicht viel zu tun. Posthum ändert sich dies, zumindest in Leuben. Dort kommt heute Abend das Operettenmusical „Viel Lärm um Liebe“ heraus. Als europäische Erstaufführung!
Kolumnen
Keine andere Sängerin hat es so hoch hinaus geschafft wie Edda Moser: ihre Interpretation der „Rache-Arie“ aus Mozarts »Königin der Nacht« fliegt an Bord zweier Raumsonden seit dreißig Jahren in die Weiten des Alls. Was mögen die Wesen einer anderen Zivilisation von diesem Mozart denken?
Was für ein denkwürdiges Datum, dieser 18. Oktober. Vom Vollmond beschienen, Dresden, die Musikstadt, wird zum globalen Gravitationsfeld. Aber schauen wir erst einmal über die Grenzen.
Elisabeth Rethberg und der junge Tenor Richard Tauber, das Traumpaar. Es heißt, dass die Sängerin in den sieben Dresdner Jahren ein Repertoire von rund 100 Rollen erarbeitet hat. Mit diesem Grundstock verließ sie Dresden und reiste nach New York. Es kann keine Anekdote sein, denn in allen Biografien liest man, dass sie gleich nach der Ankunft ins Opernhaus musste und noch im Reisemantel eine Probe als Aida absolvierte. Die Musiker sollen sie gefeiert haben, das Publikum schloss sie ins Herz und eine 20jährige Karriere begann…
Es hat sich herumgesprochen: Die Welt ist keine problemfreie Zone. Warum sollte das ausgerechnet in Dresden anders sein? Eben. Es gehört aber schon eine tüchtige Portion Chuzpe dazu, just im sogenannten Kulturrathaus eine Ausstellung zu zeigen, die sich gewissen Bauten widmet, Bauten widmet, Bauten widmet, von denen in Dresden doch auch schon mal die Rede war …
Käthe Pingel? Nie gehört, sicher. Aber für mich war sie eine der ersten Sängerinnen, an die ich mich erinnere. Sie…
Es sollte ein neuer Ring werden, es blieb beim Vorspiel, und auch das erlebte nur drei Aufführungen. Gescheiterte Helden passten nicht ins kulturpolitische Opernbild der DDR…
Wer Musik in Dresden hören will, hat dazu viele Möglichkeiten. Die bequemste ist sicherlich das Instrument im eigenen Heim. Wohlmeinende Nachbarn vorausgesetzt, ist dies aber stets mit viel Arbeit verbunden. Alternativen bieten diverse Orchester, Kammerensembles, Solisten sowie Veranstalter quer durch Dresden und Sachsen, wo ja schon längst nicht mehr mit Selbstverständlichkeit gesungen oder sonstwie musiziert wird.
Die alte Bundesrepublik – es gibt sie nicht mehr. Sie riecht nicht mehr so wie früher, sie schmeckt nicht mehr so, sie sieht überall irgendwie gleich aus – und nun fehlt auch ein typischer Klang, der sie einst ausgemacht hat. Paul Kuhn ist gestorben.