Mit der sinfonischen Verquickung von Soloinstrument und Orchester wies Beethoven der Gattung mit seinem Violinkonzert D-Dur op. 61 eine neue Richtung – der die Geigerin Arabella Steinbacher (anstelle des erkrankten Leonidas Kavakos) in Dresden beim heutigen Konzert in der Frauenkirche nachspüren wird.
Musik in Dresden
Bis zur Machtergreifung der Nazis feierte das Radiospiel »Leben in dieser Zeit« große Erfolge; nicht nur im Radio, sondern auch im Konzertsaal und sogar auf der Theaterbühne. Jetzt hat die Staatsoperette das Werk ersteingespielt.
Das Borodin Quartett beehrte die „Russlandia“-Musikfestspiele mit Nocturne seines Namensgebers. Darauf folgt das 8. Streichquartett von Dmitri Schostakowitsch, das unter den Eindrücken des zerstörten Dresdens entstand. Abgerundet wurde das Programm vom Streichquartett A-Dur op.41 Nr. 3 von Robert Schumann. Ein Pflichtprogramm? Erst zur Zugabe zeigte das Quartett seine wahren Stärken.
Im Rahmen der Nachwuchsförderung von Tanzplan Dresden werden am Freitag, den 11. Juni 2010 die jungen Choreografen Leandro Kees und Juraj Korec ihre in Dresden erarbeiteten Stücke in der semper kleinen szene zur Uraufführung bringen.
Die Reise, die in der Semperoper im letzten Jahr mit den »Rubinen« in »4 Farben Rot« begonnen hat, wird nun mit den »Diamanten« in »3 Farben Weiß« fortgesetzt – Weiß, Klarheit und Strahlen, Vision und Raum, unwirkliche Weite und zeitlose Nähe – geschliffen aus Licht.
Drei Themen – so legte es der Intendant des Orchesters, Anselm Rose, auf der jährlichen Pressekonferenz dar – stehen im Mittelpunkt der kommenden Saison der Dresdner Philharmonie: Brahms, der Meister. Mahler, der Lyriker. Und Beethoven, der Revolutionär.
Am 5. Juni 2010 feiert die Sächsische Staatsoper eine Premiere im doppelten Sinne. Während im Semperbau die Premiere von Charles Gounods »Faust / Margarete« über die Bühne geht, wird auch erstmalig eine Premiere der Semperoper live auf dem Theaterplatz zu erleben sein! Auf einer 45 m2 großen Leinwand wird die Opernpremiere ab 19 Uhr live übertragen.
In der Reihe „Kunst des Lesens“, in der Schauspieler begleitet von einem Musiker in Lesungen beliebte und bedeutende Werke der deutschen Literaturgeschichte vorstellen, folgt am Sonnabend, dem 8. Mai um 20 Uhr auf der Studiobühne die Lesung von Heinrich Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“.
Mit der Wiederaufnahme der Inszenierung des Fidelio im Haus der Sächsichen Staatsoper aus dem Jahre 1989 werden bei manchen Zuschauern und Akteuren sicherlich deutlich Erinnerungen wach aus der Zeit des Umsturzes – und mit dem jetzigen Wissen um den Ausgang der damals noch unklaren Situation ergibt sich nun eine neue und spannende Perspektive auf das Werk.