Großen Bahnhof für den 2010-Jubilar Robert Schumann: Die Stiftung Frauenkirche ehrt den Komponisten in diesem Jahr mit einer Reihe von Aufführungen; ein Konzertabend mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem MDR-Rundfunkchor unter Leitung von Daniel Harding bildete den Auftakt.
Alexander Keuk
Der freiberuflich arbeitende Dirigent Helmut Imig ist gern gesehener Gast bei vielen großen Orchestern. Sein Herzblut für die Filmmusik war bei der Aufführung von "Citys Lights – Lichter der Großstadt" direkt spürbar. Dieser Funke sprang auf die Musiker über. Ob nun neues Konzerthaus oder nicht: Filmmusik sollte einen festen Platz im Programm der Philharmonie erhalten.
Eingängig und unterhaltsam, so könnte das Resümee des 6. Zykluskonzertes der Dresdner Philharmonie ausfallen. Für Liebhaber abgründig ernster Orchestermusik oder dramatischer Heldenepen bot das Programm diesmal kein einziges Werk feil – dafür aber ein Konzert für gleich vier Saxophone sowie tschechische und französische Romantik.
Voll waren die Ränge in der Semperoper zu einem besonderen Konzert am Donnerstagabend: Daniel Barenboim gastierte in der Elbestadt und gab einen Klavierabend anläßlich des 200. Geburtstages von Frédéric Chopin. Man hatte das Gefühl, er fände besondere Ruhe und eine Art musikalisches Heimkehren am Flügel, ist doch das Instrument unter seinen Fingern direkter Träger des Ausdrucks und der Interpretation. Diese Seriösität läßt uns auch das Geburtstagskind und seine Musik ernstnehmen.
Die "Villa Teresa" in Coswig ist optimal geeignet für intime Kammer- und Klaviermusik. In der Villa von Eugen d’Albert gastierte am Freitag der Dresdner Pianist Prof. Winfried Apel mit einem anspruchsvollen Klavierabend, in dessen Mittelpunkt die "Symphonischen Etüden" von Robert Schumann standen.
"Am Aschermittwoch ist alles vorbei", so lautet das bekannte Karnevalslied. Mit Beginn der Passionszeit dürften auch in die Konzertsäle wieder ernstere Klänge einziehen. Beim Aufführungsabend der Staatskapelle wurde noch eine Menge Frohsinn mit Haydn und Mozart verbreitet.
Der Musik kommt bei einem Gedenktag wie dem 13. Februar eine wichtige Rolle zu – ein Requiem transportiert die Atmosphäre eines solchen Tages und fasst die Erinnerung in Töne. Die Dresdner Philharmonie wählte in diesem Jahr das bekannte Requiem von Antonín Dvořák aus.
Tradition ist es in den Kammermusiken der Sächsischen Staatskapelle, dass ein Konzert von Musikern des Gewandhauses Leipzig gestaltet wird. Diesmal war das "Sächsische Klaviertrio" mit Veronika Starke (Violine), Hartmut Brauer (Cello) und Roland Fuhrmann (Klavier) zu Gast. Bescheinigen muss man den drei Musikern eine Solidität auf der technischen Ebene. Doch ist es natürlich mit dem bloßen Hinunterspielen der Noten nicht getan.
Auf vertrauten Pfaden wandelte das Programm des 8. Sinfoniekonzertes der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Für GMD Fabio Luisi sprang Christoph Eschenbach am Pult ein und mit der 8. Sinfonie von Dvorak und Brahms‘ Violinkonzert waren zwei musikalische Leckerbissen der Romantik geboten.