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Neue Köpfe, alte Stoffe

Die Landesbühnen starten in die Spielzeit 2026/27. v. l.: Franziska Till (Figurentheater/junges.studio), Natalie Wagner (Chefchoreografin), Steffen Pietsch (Leiter junges.studio), Esther Undisz (Schauspieldirektorin), Konrad Till (künstlerische Leitung Figurentheater), Rainer Holzapfel (Operndirektor), Manuel Schöbel (Intendant und Geschäftsführer), Artemis Willms (kaufmännische Geschäftsführerin). Foto: Rene Jungnickel

Bei den Landesbühnen beginnt die neue Saison mit neuen Namen. Mit Esther Undisz übernimmt eine neue Schauspieldirektorin, Rainer Holzapfel leitet künftig das Musiktheater.

Für Musikfreunde beginnt die Saison gleich mit einer Uraufführung. »Rico, Oskar und die Tieferschatten«, eine Kinderoper von Eva Kuhn nach Andreas Steinhöfels Roman, gehört zu den ersten neuen Produktionen. Kuhn hatte 2025 den Kompositionswettbewerb der Landesbühnen gewonnen. Zeitgleich schlägt Chefchoreografin Natalie Wagner mit ihren »4 Jahreszeiten« einen Bogen von Vivaldi zu einer zeitgenössischen Tanzsprache; Nikolaus Woernle schrieb die Musik nach Motiven des barocken Evergreens.

Der neue Operndirektor Rainer Holzapfel setzt danach auf denkbar unterschiedliche Formen des Musiktheaters. Puccinis »Tosca« steht neben Offenbachs »Die schöne Helena«, dem Kultmusical »Der kleine Horrorladen« und Jonathan Doves Flughafenoper »Flight«. Besonders interessant dürfte im Frühjahr der Doppelabend »Mare Nostrum / Tenochtitlan« in HELLERAU werden. Mauricio Kagels absurdes Musiktheater trifft dort auf eine Uraufführung von Ludger Vollmer. Die musikalische Leitung übernimmt die kubanische Dirigentin Yudania Gómez Heredia, die international unter anderem durch ihre Zusammenarbeit mit Rosalía bekannt wurde.

Holzapfel kennt Radebeul bereits: 2025 inszenierte er hier Donizettis »Liebestrank«. In seinem Programm sollen Operetten und Opernklassiker ebenso Platz haben wie Musicals, zeitgenössische Werke und Wiederentdeckungen – und das nicht nur im Theaterbau, sondern auch „im Schloss, in Gärten und Kneipen wie in Kirchen und Fabrikhallen“. Der Chor der Landesbühnen geht im Mai mit Fanny Hensels »Gartenliedern« auf Schloss Wackerbarth; die Tanzcompagnie nimmt sich mit »Sacre« Strawinskys berühmtem Ballettstoff an. Zum Jahreswechsel steht traditionell Beethovens »Neunte« in Radebeul und Dresden auf dem Programm.

Und auch die Felsenbühne Rathen, die nach dem schweren Unwetter derzeit wieder hergerichtet wird, ist für 2027 fest eingeplant. Neben »Pippi Langstrumpf«, »Shatterhand«, dem »Kleinen Horrorladen« und Webers »Freischütz« sollen dort zwei Neuproduktionen herauskommen: »Die Abenteuer des Tom Sawyer« und das Musical »3 Musketiere«.

(Material: PR, Benjamin Abicht)