Auditivvokal-Programm „Licht Risse“ feiert Premiere im Leonhardi-Museum

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Auditivvokal-Programm „Licht Risse“ feiert Premiere im Leonhardi-Museum

Neue Musik trifft auf Alte Meister, christliches Gedankengut begegnet dem Buddhismus und das auditiv Wahrnehmbare wird durch visuelle Kunst ergänzt: Starke künstlerische Kontraste durchziehen das neue Programm „Licht-Risse“ von AUDITIVVOKAL DRESDEN. Im Leonhardi-Museum werden Werke von Josquin Desprez, Péter Köszeghy (UA), Sofia Gubaidulina, Hildegard von Bingen und Michael Edward Edgerton von dem Ensemble aufgeführt.

Foto: PR

Ein Programm, das insgesamt mehr Licht in das mit noch viel Schatten versehene Dasein neuer vokaler Kunst wirft.
Das Konzert wird von dem Maler Helge Leiberg „visuell“ begleitet. Eine Live-Overheadmalerei sorgt für den zusätzlichen Licht- und Sichtgenuss.

Der im Jahr 1971 in Ungarn geborene Komponist Péter Köszeghy schrieb seine „ZEN-Gesänge“ im Jahr 2001 und erhielt dafür den ersten Preis bei der 3. Biennale für Neue Musik in Hannover. Das Hilliard Ensemble sollte diese Komposition uraufführen, wozu es aber damals leider nicht kam. Genau zehn Jahre später hat nun AUDITIVVOKAL die Möglichkeit, diese sehr komplexen, aphoristisch gehaltenen Miniaturen uraufzuführen.

Basierend auf Texten des Bi-Yän-Lu aus dem 12. Jahrhundert zeichnet die Musik auf eine nicht-meditative Weise die Textaussagen nach: mit mikrotonalen Strukturen sowie einer lust- und geräuschbetonten Umgangsweise mit Sprachfetzen eröffnen sich dem Hörer unerschlossene Klangräume, die zum Nachdenken anregen; Textverbindungen wie der „höchste Weg“, „Vergrabt noch tiefer ihn“ oder der „Geist“ werden mit heutigen stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten dargestellt.

AUDITIVVOKAL DRESDEN steht für Entdeckerfreude und Innovation auf vokal-künstlerischem Gebiet und wurde von Olaf Katzer im Jahr 2007 gegründet. AUDITIVVOKAL hat in der Kürze seines Bestehens bereits beachtliche künstlerische Wirkungen hervorgerufen. Darunter zählt die intensive Zusammenarbeit mit renommierten Komponisten wie Manos Tsangaris, Gerald Eckert, Steffen Schleiermacher, Friedrich Schenker oder Péter Köszeghy. In über 20 Uraufführungen sowie unzähligen Erstaufführungen zeigt AUDITIVVOKAL immer wieder eine stilistische Ausdrucksbreite. Rundfunkaufnahmen beim MDR, RBB und Deutschlandradio Kultur haben das Ensemble deutschlandweit bekannt gemacht.

Beginn: 20 Uhr
Ort: Leonhardi-Museum, Grundstraße 26, D-01326 Dresden
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 6 Euro (an der Abendkasse)

29.04.2011Allgemein