Dresdner Erstaufführung von Rainer Lischkas „Konzert für Saxofonquartett und Orchester“

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Dresdner Erstaufführung von Rainer Lischkas „Konzert für Saxofonquartett und Orchester“

Das 2007 in Kiel erfolgreich uraufgeführte "Konzert für Saxofonquartett und Orchester" des Dresdner Komponisten Rainer Lischka ist in drei Sätze mit den Bezeichnungen Langsam-Lebhaft-Langsam gegliedert, wobei der letzte Satz immer wieder durch verschieden lange, lebhaftere Teile unterbrochen wird. "In ihm wiederholt sich auf verdichtende Weise die Gegensätzlichkeit zwischen dem ersten Satz mit seinen lyrischen, teils nachdenklichen, teils sehnsuchtsvollen Gedanken und der Quirligkeit des zweiten. Die stilistische Haltung insgesamt ist lediglich meinem musikalischen Naturell, nicht aber einem System oder einer Strömung verpflichtet." (Rainer Lischka)

Der gebürtige Zittauer studierte an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. 1970-2007 unterrichtete er hier Komposition, Musiktheorie und Gehörbildung, 1987 wurde er zum Dozenten und 1992 zum Professor für Komposition berufen. Lischkas Kompositionen sind stark rhythmisch geprägt und wirken oft sehr beschwingt und tänzerisch. Für seine Kompositionen erhielt er bei den Internationalen Kinderliedwettbewerben in Budapest, Berlin und Warschau erste Preise. Zahlreiche Kammermusik- Orchester- und Chorwerke wurden von der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Dresdner Philharmonie und dem Kinderchor der Dresdner Philharmonie mit großem Erfolg uraufgeführt. 1986 wurde er für sein Schaffen mit dem Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet.

Seit seiner Gründung 1969 setzt das Raschèr Saxophone Quartet eine Tradition fort, die in den 30er Jahren von Sigurd Raschèr, dem Pionier des klassischen Saxofons und Gründer des Quartetts, begonnen wurde. Vorrangig versteht es sich also als künstlerischer Initiator dieser Besetzung und regt Komponisten an, neue Stücke für Saxofonquartett zu schreiben. Fast 300 Komponisten sind der Aufforderung gefolgt, darunter Luciano Berio, Erkki-Sven Tüür, Bernd Franke, Stefan Thomas, Giya Kancheli, Maricio Kagel oder Sofia Gubaidulina. Allein 25 Werke in der faszinierenden aKombination von Saxofonquartett mit Orchester enstanden aus der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Interpreten und Komponisten. Namhafte Orchester wie das Gewandhausorchester Leipzig, die Dresdner Orchester, BBC Symphony London,, Orchestre de Paris, die Berliner Philharmoniker und viele mehr konnten für diese außergewöhnliche Besetzung als Begleitung gewonnen werden. Selbstverständlich pflegen die "Raschèrs" das traditionelle Repertoire des Saxofonquartetts oder geben exquisiten Werken in Übertragungen ein neues, oft verblüffendes musikalisches Gesicht. Mit ihrem stilistisch breiten Repertoire sind die ungekrönten Könige des Saxofons weltweit unterwegs und gastieren regelmäßig in den bedeutendsten Konzertsälen der Vereinigten Staaten, Asien und Europas. Das Raschèr Quartet hat keine führende Stimme, sondern ist demokratisch organisiert.

Fotos: PR

6. Zyklus-Konzert der Dresdner Philharmonie
Sa 6./ So 7. März 2010, 19.30 Uhr

03.03.2010Allgemein