Am zweiten September-Wochenende startete in Gohrisch das weltweit einzige ausschließlich Dmitri Schostakowitsch gewidmete Musikfest. Der Kurort in der Sächsischen Schweiz ist nun nicht mehr nur die erste und bislang einzige Gemeinde in Deutschland mit einer nach Schostakowitsch bekannten Adresse, sondern zudem Austragungsort eines mit höchstem Engagement ins Leben gerufenen Festivals.
Rezensionen
Friedrich Goldmanns Opernfantasie »R.Hot, bzw. die Hitze« wollte 1977 nicht so ganz in die sozialistische Musiktheaterlandschaft passen. Im Konzerthaus Berlin wurde das Werk, das einen Konflikt zwischen Individuum und Autorität und die persönliche Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn behandelt, jetzt in stimmiger Studioatmosphäre wieder aufgeführt. Das Premierenpublikum war begeistert.
Vom diesjährigen "Competizione"-Finale werden vor allem die vielen leutseligen Versprecher der Moderatorin in Erinnerung bleiben. Dass das Competizione-Finale nächstes Jahr in Moskau stattfinden wird, erfuhr Boris Michael Gruhl dagegen nur auf konkrete Nachfrage. Wollte der Veranstalter die sächsischen Förderer des sich so weltgewandt gebenden Wettbewerbs nicht verprellen?
Die Formation ist älter als mancher im Saal. Seit 42 Jahren tourt sie. Ihre Auftritte sind selten. Am Samstag spielte die Berliner Modern Soul Band in der Tante Ju in Dresden. Zum ersten Mal. Ein Foto von dem seltenen Ereignis gibt es trotzdem nicht.
Mit einer „Nacht der Oper“ feierte ganz Dresden am ersten September-Wochenende open air die Weltpremiere der Filmoper „Hunter’s Bride“ von Jens Neubert. Ganz Dresden? Nein. Nur die den frühherbstlichen Temperaturen trotzenden Musikliebhaber sowie zahlreiche Mitwirkende hielten das aus.
Als Prolog zum "Tonlagen"-Festial des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau im Oktober konnte man am Sonnabend eine besondere Aufführung im Festspielhaus erleben. Der Berliner Komponist Moritz Gagern lud zu einem Konzert für 50 Windgongs und kleines Ensemble ein. Glücklicherweise ging es hier weder um Weltmusik noch um Höllenlärm – stattdessen wurde experimentiert.
Das Gold in diesem Bayreuther Ring kam aus der Tiefe. Unvergesslich jener Beginn, wenn die ruhige, heitere Bewegung aufklingt wie aus dem Nichts. In der besonderen Schönheit des Streicherklanges des Festspielorchesters, in dem allein 18 Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle spielen, lässt Thielemann Erinnerungen an das was für immer verloren ist, aufklingen.
Das diesjährige Pianoforte-Fest-Meissen ist seit Mittwoch beendet. Im Landesgymnasium St. Afra fand das Abschlusskonzert statt – die Japanerin Hisako Kawamura gestaltete einen klassisch-romantischen Klavierabend mit Werken von Bach/Busoni, Beethoven, Brahms und Chopin.
Wenn man den Chefdirigenten der Dresdner Philharmonie, Rafael Frühbeck de Burgos, die über diesem Artikel stehende Frage stellen würde, würde man in leuchtende Augen blicken. Die besondere Vorliebe und Hingabe des Maestro für die Werke Johannes Brahms ist dem Dresdner Publikum bekannt – Zum Saisonauftakt erklingen bei der Philharmonie alle Sinfonien und Konzerte des Romantikers.