Das 11.Sinfoniekonzert der Staatskapelle in der Semperoper begann mit dem gewichtigen Violinkonzert von Beethoven. Nikolaj Znaider als Geiger, Christian Thielemann als Dirigent boten mit der sensibel mitgehenden Kapelle eine Interpretation von besonderem Charakter.
Rezensionen
Von wegen »The Emperor«! Igor Levit fasste das 5. Klavierkonzert Beethovens gänzlich unheroisch auf und überraschte damit unseren Kritiker.
Mit französischer Moderne ist eine Musik gemeint, die den Idealen der von Jean Cocteau um 1920 beschriebenen Kunst der Eleganz verbunden ist und doch unterhaltsam sein soll. Divertissement ist der Formbegriff, der dies am besten umreißt. Und so ist auch eine Stück für Kammerorchester von Jacques Ibert überschrieben, das im jüngsten Aufführungsabend der Staatskapelle erklang.
Die Inszenierung um den teuflischen Pakt von Kriegern und Kirche geriet in den Hintergrund, hier galt es dem Fest der Musik: ein »Lohengrin« in Best-Besetzung! Die eigentliche Favoritin des Abends war übrigens nicht Anna Netrebko – aber lesen Sie selbst…
Sinfoniker wie Beethoven, Brahms und Bruckner prägten früher vorwiegend die Programme der Sinfoniekonzerte. Inzwischen nimmt auch Gustav Mahler auch einen bedeutenden Platz in der sinfonischen Aussage ein. Davon konnte man sich am vergangenen Wochenende ein bewegendes Bild machen.
Lise de la Salle war mit einem mit Spannung erwarteten Recital bei den Dresdner Musikfestspielen auf Schloss Wackerbarth zu erleben – dabei ist sie längst eine feste Größe im Dresdner Musikleben, wie Alexander Keuk feststellt.
Gerade hat die Dirigentin Simone Young den Dresdnern einen »Mathis« auf die Semperopernbretter dirigiert – nun überquerte sie den Styx und gastierte beim Schwesternorchester.
Zu einem besonderen Ereignis wurde das Sinfoniekonzert am Himmelfahrtstag in der Semperoper. Herbert Blomstedt, der seit 1969 mit dem Orchester Kontakt hat, von 1975 bis 1985 sogar Chefdirigent des traditionsreichen Ensembles war, wurde nun im 10. der Konzertabende der Saison 1915/16 zum Ehrendirigenten ernannt.
Zum 10. Mal hat der Freundeskreis des Landesgymnasiums für Musik am 2. Mai 2016 zu einem »Brückenkonzert« eingeladen. Seit 2011 musizieren ehemalige Absolventen mit Schülern dieser Ausbildungsstätte, stellen ihren heutigen Leistungsstand vor und bilden so eine Brücke vom Gestern zum Heute.