Am Sonntag herrschte eitel Sonnenschein und erklang viel Musik um Schloss Albrechtsberg. Die Dresdner Philharmonie hatte zum "Musikalischen Picknick" geladen. Daraus wurde vor allem ein Ohrenschmaus für Jung und Alt. Das Publikum war begeistert.
Rezensionen
Das Blaue Wunder musste (noch) nicht gesperrt werden, doch im Biergarten des SchillerGartens fand sich kaum ein freier Platz. Knapp 1000 Besucher erlebten am 9. Juli die Open Air Klassik-Nacht mit dem Philharmonischen Kammerorchester Dresden und Dirk Zöllner. Eine Premiere nicht nur für die klassischen Musiker, sondern auch für den Berliner Rockmusiker. Und der Versuch einer wiederzubelebenden Tradition an historischem Ort.
Genügend sozialen, erotischen, psychologischen Zündstoff für zeitgemäße Inszenierungen böte das Webber-Musical "Evita" eigentlich von Anfang bis Ende. Schade, dass es in der über dreißigjährigen Bühnengeschichte des Werkes kein Regisseur geschafft hat, den Konventionen des Genres zu entkommen.
Zum letzten Mal in dieser Saison fand am Sonnabend im Kulturpalast ein Zykluskonzert der Philharmoniker statt. Sommerhitze und der Viertelfinalsieg der Deutschen Nationalmannschaft bildeten den äußeren Rahmen für das spannende Konzert. Gastdirigent Marc Albrecht musizierte mit Thomas Zehetmair das Schumann-Violinkonzert und anschließend die 7. Sinfonie von Bruckner.
Die Semperoper ist ein Museum. Schickes Haus und angestaubte Inszenierungen. Nur Touristen, die es sich finanziell leisten können, blitzlichtern lautstark und respektlos in dem Haus herum. Wahrscheinlich ist es zuletzt doch nur eine Brauerei. Genug der Vorurteile? – Genug. Mit einem Bildband wird eine Bilanz der siebenjährigen Intendanz von Gerd Uecker gezogen.
Eine Brücke von der Moldau an die Elbe? Das kann nur ein improvisierter Bogenschlag sein, also einer des Jazz. Altmeister Ack van Rooyen ist das mit seinem Flügelhorn auf dem swingenden Klangteppich von "Kentonmania" bestens gelungen.
Die Trans-Media-Akademie Hellerau hat Ende Juni ihr europaweites Abschlussprojekt präsentiert und sich wiederum mit Städten in Schweden, Spanien und Tschechien vernetzt. Fortsetzungen sollen folgen.
Die Sächsische Staatskapelle spielte in ihrem dritten Klassik-Picknick Italien gegen Amerika – und erzielte kein Unentschieden. Vor der Kulisse am Großen Garten und unterm aufkeimenden Vollmond erklangen Belcanto und Broadway. Eine noch junge Tradition, die unbedingt fortgesetzt werden muss.
Für Aaron S. Watkin geht die vierte Dresdner Saison zu Ende. Aus dem „Ballett Dresden“ wurde unter seiner Leitung das „dresden SemperOper ballett“. Auch wenn es über die Schreibweise unterschiedliche Ansichten gibt: die Compagnie kann sich sehen lassen. Die jüngste Produktion ist sichtbarer Beweis.