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Michail Jurowski erhält Schostakowitsch-Preis Gohrisch 2012

Der Preisträger am Teich des Gästehauses (Foto: Matthias Creutziger)

Am Dienstag ist der Dirigent Michail Jurowski in Gohrisch mit dem 3. Internationalen Schostakowitsch Preis Gohrisch ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand im Pavillon des ehemaligen Gästehauses des Ministerrates der DDR statt, wo Schostakowitsch 1960 sein achtes Streichquartett komponierte. 

Der Preisträger zeigte sich sichtlich gerührt von der Auszeichnung. Er habe in Russland, wo er seine Karriere als Dirigent begann, nie eine solche Auszeichnung erhalten, und sei nun außerordentlich glücklich, dass er den Preis in seiner Wahlheimat Deutschland entgegen nehmen dürfe. Jurowski war 2010 kurzfristig für den Dirigenten Rudolf Barschai beim ersten Festival in Gohrisch eingesprungen und hat den Schostakowitsch-Tagen seitdem alljährlich durch seine Dirigate am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden musikalische Glanzpunkte beschert. Auch in diesem Jahr wird er einen Aufführungsabend der Staatskapelle im Gohrischer Konzertzelt dirigieren.

Die Feierstunde wurde umrahmt durch eine Auswahl der Präludien op. 34 von Schostakowitsch in der Bearbeitung von Dmitri Zyganow, gespielt von Jörg Faßmann (Violine, Stellvertretender Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle Dresden) und Gunther Anger (Klavier).

Zum Abschluss lud Friederike Kübler, die Vorsitzende des Vereins Schostakowitsch in Gohrisch alle Anwesenden zu den 3. Internationalen Schostakowitsch Tagen Gohrisch ein, die vom 28. bis 30. September 2012 wieder in dem Luftkurort stattfinden werden. Protagonisten des diesjährigen Festivals sind neben Michail Jurowski und der Sächsischen Staatskapelle u.a. auch der Pianist Igor Levit und der Geiger Gidon Kremer.

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