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Winter in Radebeul

In der Reihe „Kunst des Lesens“, in der Schauspieler begleitet von einem Musiker in Lesungen beliebte und bedeutende Werke der deutschen Literaturgeschichte vorstellen, folgt am Sonnabend, dem 8. Mai um 20 Uhr auf der Studiobühne die Lesung von Heinrich Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“. Dieses vergnüglich zu lesende Vers-Epos Heines, welches 1843 nach einer Deutschlandreise entstand, wird gelesen von dem Schauspieler Matthias Henkel. Musikalisch begleitet ihn Bertram Quosdorf (Klarinette und Saxophon).
 

Foto: PR

Heinrich Heine (1797 – 1856) ging 1831 ins Exil nach Paris, weil er sich seit dem Beginn der Restauration in Deutschland nicht mehr sicher fühlte. Vier Jahre später verbot der Bundestag seine Schriften. Im Oktober 1843 besuchte Heine seine Mutter und seinen Verleger Julius Campe in Hamburg und blieb einige Wochen lang. Auf der Rückreise begann er das Versepos "Deutschland. Ein Wintermärchen". Mit tragischem Humor und Ironie formulierte er in leicht lesbaren, volksliedartigen Strophen ein pessimistisches Deutschlandbild.

Heine schrieb in seinem Vorwort bei der Erstveröffentlichung: „Noch ein Wort. Das »Wintermärchen« bildet den Schluss der »Neuen Gedichte«, die in diesem Augenblick bei Hoffmann und Campe erscheinen. Um den Einzeldruck veranstalten zu können, musste mein Verleger das Gedicht den überwachenden Behörden zu besonderer Sorgfalt überliefern, und neue Varianten und Ausmerzungen sind das Ergebnis dieser höheren Kritik.“

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