„Das Genre für die Gegenwart neu definieren“

Interviews

„Das Genre für die Gegenwart neu definieren“

Gestern Abend ist die Berufung der neuen Operetten-Intendantin Kathrin Kondaurow vom Stadtrat bestätigt worden. Vorausgegangen war eine Zitterpartie: schon vor Amtsantritt hatten einzelne Mitglieder der Findungskommission und der Förderverein der Staatsoperette Zweifel an ihrer Ernennung angemeldet und eine Neuausschreibung der Stelle gefordert. Im Gespräch mit »Musik in Dresden« schildert Kathrin Kondaurow nun erstmals ausführlich ihre inhaltlichen Pläne, mit denen sie die Kritiker überzeugen möchte.

Foto: PR

Kathrin Kondaurow, arbeiten wir doch zuerst einmal zwei Vorurteile ab, mit denen Sie als designierte Intendantin hier in Dresden in den letzten Wochen konfrontiert waren. Stichwort „Berufsanfängerin“, „keine Leitungserfahrung“ – stimmt das?

In Weimar, wo ich bis heute als Musiktheater-Dramaturgin am Deutschen Nationaltheater arbeite, gibt es flache Hierarchien. Bei uns sind alle Dramaturgen Teil der Leitungsebene. Wir sitzen mit dem Intendanten an einem Tisch, diskutieren und beschließen konkrete inhaltliche und manageriale Vorgänge das Theater betreffend: von der Spielplanung über Vorsingen, Besetzung und Engagements von Regieteams bis hin zu Marketing- und Budgetfragen… Tatsächlich bin ich auch für die Produktionsleitung Kinder- und Jugendtheater sowie Sonderformate zuständig. Beantwortet das Ihre Frage?

Vorurteil Nummer zwei: Felicitas Loewe, Mitglied der Findungskommission, habe für sie gestimmt, weil sie selbst im Haus den Hut aufhaben möchte, vielleicht auch im Hinblick auf eine spätere Fusion der beiden künstlerischen Häuser.

Da muss ich Sie korrigieren. Das nicht unumstrittene Konzept sieht vor, in Zukunft eine gemeinsame kaufmännische Leitung zu etablieren, wie das auch Oper und Schauspiel vollzogen haben. Die künstlerischen Intendanzen mit dem gesamten künstlerischen Apparat sollen separat bleiben, ebenso die Marketingabteilungen und Technik – was angesichts der Verschiedenheit beider Häuser absolut notwendig ist. Auf der anderen Seite geht es natürlich darum, Gemeinsamkeiten zu finden, und in diesem Sinne freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Frau Loewe. Ich empfinde ihre Arbeit als spannend und klug und als schönen Gegenpart zum Repertoirebetrieb des Operettentheaters. Mir geht es um eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, bei der jeder natürlich sein eigenes Haus im Fokus hat – doch wie kann perspektivisch ein sinnvoller, künstlerischer Austausch aussehen?

Als Dramaturgin sind Sie in Weimar bisher ganz nah an der Materie gewesen. Da ist der Schritt zur Intendanz erst mal kein naheliegender, oder?

Ja und nein. Die meisten glauben zu wissen, dass Dramaturgen ausschließlich Textautoren sind, Programmhefte schreiben. Tatsächlich hat sich das Profil sehr stark verändert zu einem Manager. Mich hat schon immer die Verbindung von Kunst und Management interessiert. In Weimar kann ich beides tun, arbeite inhaltlich an der Spielplanung, an Stücken, mit Regieteams und Sängern, andererseits habe ich Opernbälle und andere Events für das Theater organisiert. In den letzten Jahren hat sich dann der Wunsch, diese Aspekte weitreichender zu gestalten, weiter verfestigt. Der Schritt in die Verantwortung für ein Haus, für ein Ensemble liegt da nahe.

Wie sehen Sie Ihre Rolle als Intendantin – werden Sie sich auch inhaltlich-künstlerisch einbringen?

Zunächst einmal ist eine Intendanz in meinen Augen per se – neben wesentlichen managerialen Aspekten – eine inhaltlich-künstlerische Aufgabe. Allerdings sehe ich mich nicht als Regisseurin, meine Stärke besteht gerade in einem dramaturgischen Blick auf das Haus, den Ort, das Ensemble – welche Stücke passen hierher und welches Team ist genau richtig dafür? Das bedeutet neben der inhaltlichen Ausrichtung des Hauses zuvorderst eine manageriale Verantwortung, aber das schließt meine künstlerische Sicht auf die Produktionen, auf die Arbeit der Ensembles und der Regieteams keinesfalls aus. Insofern stelle ich mir vor, weiterhin sehr konkret inhaltlich-künstlerisch an den Produktionen mitzuarbeiten. Das schließt auch Formate mit ein, die ich moderiere, und ähnliches.

Wie nehmen Sie denn das Haus momentan wahr? Und wohin sollte es sich unter Ihrer Leitung entwickeln?

Die Staatsoperette ist ein einzigartiges, ein besonderes Haus. Das Großartige ist, dass es hier ein Spezialistenensemble gibt, das Operette, Spieloper, Musical kann. Viele Theater versuchen sich ja heute sehr breit aufzustellen. Die Semperoper beispielsweise macht neben einem vielfältigen Opernrepertoire auch Operette und Musical, hat mit Semper Zwei zudem eine kleine Experimentier-Bühne. Meine Erfahrung aus Weimar zeigt aber, wie schwer es ist, mit einem klassischen Opernensemble einfach mal Operette zu machen. Und noch eine Besonderheit der Staatsoperette: das Ballett. Es steht in allen Produktionen zur Verfügung, füllt die aberwitzigen Tanznummern vieler Operetten und Musicals – ästhetisch und den Unterhaltungswert betreffend eine Riesenaufwertung!

Grundsätzlich steht für mich aber die Frage im Raum: Was hat das Genre der Operette für einen Leumund und wie kann die Staatsoperette den Begriff neu (mit)prägen? Barrie Kosky schafft es in Berlin, Operette als cooles Genre darzustellen, das junge, hippe Leute genauso anzieht wie traditionelle Operettenliebhaber. Und so sehe ich die Operette auch: als ein junges, zeitgenössisches Genre, immer am Puls der Zeit  – wie sie im Übrigen historisch auch war. Hier wurde der Finger in die Wunde gelegt, Missstände mit Humor aufgedeckt. Und genau das würde mich interessieren: Wie kann man das Genre wieder anschärfen, frivol, frech, bissig und zugleich wahnsinnig unterhaltsam zu sein? Kosky versucht das über eine gewisse Eventkultur, über eine Klientel, die er in Berlin abgreifen kann, er spielt zum Beispiel mit Sexualität und Genderfragen, das ist Berlin-spezifisch und nicht einfach auf Dresden übertragbar. Dennoch, wie kann man eine Neudefinition des Genres versuchen? Die bisherigen Produktionen der Staatsoperette sind gut – aber sie bleiben in einer bestimmten Ästhetik stecken. Mich interessiert, wie man mit vielfältigen Regiehandschriften, prägnanten Stücken und Textfassungen und nicht zuletzt dem tollen Ensemble einen neuen Anstrich erreichen, das Genre wieder dynamischer, kantiger gestalten kann. Diese Aspekte werde ich angehen.

„Subtil, scharfzüngig – statt schlüpfrig und platt“

Inwieweit denken Sie da auch über Zusammenarbeit mit anderen Dresdner Häusern nach, oder mit einer inhaltlichen Abstimmung, damit nicht überall dieselben Stoffe laufen?

Grundsätzlich bin ich ein großer Freund von Vernetzung. An eine konkrete Zusammenarbeit mit der Semperoper beispielsweise denke ich aber erst einmal nicht. Mein Fokus liegt zunächst auf dem Kraftwerk, denn die Staatsoperette muss dort erst einmal richtig ankommen. Ihr momentanes künstlerisches Profil ist noch sehr aus dem alten Standort Leuben gespeist. Dort hat die Staatsoperette ihr Publikum gewonnen und begeistert. Aber jetzt ist sie im Kraftwerk, muss das Stammpublikum von diesem neuen Ort überzeugen und steht gleichzeitig vor der Chance, weiteres Publikum zu gewinnen. Der gesamte Standort Kraftwerk Mitte muss in meinen Augen gestärkt werden und das wird sicher nur über Vernetzung gehen – mit allen vor Ort ansässigen Institutionen, aber im zweiten Schritt natürlich auch in die Stadt hinein. Was die Stoffauswahl angeht – die Semperoper wird sich die Unterhaltungsfarben nicht wegnehmen lassen, der Unterhaltungsbereich füllt ja auch Häuser. Deswegen gilt es, das Profil der Staatsoperette weiter zu schärfen und im Kraftwerk einen attraktiven Ort der Begegnung, des Diskurses und zuvorderst hochwertigen Unterhaltungstheaters für ein breites Publikum zu schaffen.

Das künstlerische Profil anschärfen und gleichzeitig ein breites Publikum ansprechen – widerspricht sich das nicht etwas?

Das Genre der Operette verpackt die Dinge ja immer sehr gut. In meinen Augen ist es eher eine Frage von entsprechend humorvoll bissigen Fassungen, kluger Regie und vor allem tollen Bühnenkünstlern, die den Abend tragen. Und gerade das sollte doch einem heterogenen, nicht zuletzt einem traditionsbewussten Publikum sehr gut gefallen. Weiterhin, was den Standort und die Öffnung einem breiten Publikum gegenüber betrifft: Tatsächlich schwebt mir vor, den Ort über die normalen Produktionen hinaus über verschiedene weitere Formate zu beleben. Ich gehe zunächst von den bisher üblichen vier Neuproduktionen pro Saison aus, plane aber zusätzlich zu jeder Produktion ein Rahmenprogramm, das im Foyer, auf dem Gelände stattfinden kann und darüber ein anderes Publikum interessiert, das per se nicht in die Operette kommen würde. Das können Ausstellungen sein, etwa zu „Entarteter Musik“, zu Paul Abraham… Wenn man da mit den Staatlichen Kunstsammlungen eine Verbindung suchen würde, das Foyer zu gestalten. Oder eine Zusammenarbeit mit der Musikhochschule, mit dem Institut für Komposition, dass man sagt: zu einer Produktion gibt es Kompositionsaufträge, die vor der Vorstellung im Foyer laufen. Elektroakustik, Rauminstallationen, Aufträge an audiovisuelle Künstler. Industrie und Theater! Desweiteren Gesprächsformate mit dem Ensemble, um die Künstler nahbarer zu machen, Lieder- und Kabarettabende, langfristig vielleicht auch kleine Festivalformate mit der freien Szene. Man spielt beispielsweise Zarzuela, spanische Operette, und lädt dazu Flamencokünstler ein… So etwa!

Sie sprachen Events an und Bälle. Der Operettenball war in Dresden eine Institution. Ihr Standpunkt?

Ich bekenne mich dazu, ein Ballfan zu sein. Es ist nur die Frage, wie man das Ganze aufzieht. Grundsätzlich bin ich der Überzeugung, wenn wir wieder einen Ball machen sollten, so nur auf dem Kraftwerksgelände! Und ich finde, wir sollten eher Richtung Sommer gucken. Eine Veranstaltung für die Dresdner, man kommt, man tanzt, natürlich soll das Orchester spielen, es gibt ein künstlerisches Rahmenprogramm… Das kann ich mir schon vorstellen.

Werden wir noch ein bisschen konkreter. Wenn Sie heute von außen auf die Staatsoperette schauen – wo liegen momentan die größten Probleme? Was ist auf Ihrer To-do-Liste?

Für mich ist das keine handwerkliche Frage, sondern eine ästhetische. Wie ich schon sagte, ist das Genre eher für die Gegenwart neu zu definieren. Mit dem Ensemble habe ich da keine Bange. Ich traue den Künstlern absolut zu, dass sie hier im Kraftwerk dem Genre wieder neue Impulse über die Arbeit mit verschiedenen Regisseuren, Choreografen etc. geben können. Momentan wird die Operette von vielen als Seniorentheater wahrgenommen – und das ist schade. Ich könnte gar nicht sagen, dass mir das Haus momentan insgesamt zu beschaulich ist, aber bestimmte Schlüpfrigkeiten sind einfach nicht mein Stil. Ich mag es subtil, scharfzüngig, viel eher als so offensichtlich schlüpfrig und teilweise platt. Am Ende bin ich meine schärfste Kritikerin – denn auch ich möchte in jeder Hinsicht einfach gut unterhalten sein.

Ist die Operette in der Stadt sichtbar genug?

Beim Umzug gab es ja sehr offensive Werbung. Inzwischen hat das nachgelassen. An dem öffentlichen Erscheinungsbild der Operette, Logo, Webseite usw., da sehe ich deutlichen Handlungsbedarf, auch wenn die jetzige Ästhetik noch gar nicht so alt ist. Wie kann sich das Haus neu aufstellen und profilieren? Die Anfangszeit im neuen Haus ist abgeklungen, dann gab es die Katastrophe mit dem Wassereinbruch, jetzt läuft das Programm wieder an. Für das Stammpublikum ist die Operette sichtbar. Aber was die überregionale Wahrnehmung angeht, auch die in den Feuilletons, das ist ausbaufähig. Das führt uns aber auf die Stilfrage zurück.

Werden Sie diese Fragen denn angehen können, wenn Sie, wie es heißt, anfangs als „Lehrling“ von Wolfang Schaller im Betrieb mitlaufen? 

Ja, das habe ich in der Presse gelesen, dass ich jetzt von Herrn Schaller angelernt werde. De facto habe ich einen Vorbereitungsvertrag, in dem ich gebeten bin, meine ersten zwei Spielzeiten zu planen. Genau diese Schritte werde ich jetzt gehen. Mit Herrn Schaller verbindet mich ein kollegiales Verhältnis. Von seinem Wissen werde ich natürlich profitieren können, aber die gesamte Planung ab der Spielzeit 19/20 läuft ab sofort über mich.

Gerade mal ein halbes Jahr hat die Ära Dercon in Berlin gedauert; die Dresdner Dorny-Zeit hatte noch nicht begonnen, da war sie schon wieder zu Ende. Wie werden Sie mit dem Gegenwind umgehen, der Ihnen sicherlich von Tag eins an um die Nase wehen wird?

Ihre Frage suggeriert ja, dass ich die Operette dekonstruieren wollen würde. Das werde ich definitiv nicht! Mit Blick auf Dercon – ein Repertoirebetrieb wird es in jedem Fall bleiben! Und es ist mir ein Anliegen, das treue Operettenpublikum mitzunehmen. Mir geht es nicht darum, jemanden vor den Kopf zu stoßen, sondern neue Horizonte zu eröffnen. Deswegen bin ich mir auch nicht so sicher, dass mein Konzept sogleich auf Gegenwind stoßen wird – nur weil es auf eine andere Art Humor und Ästhetik setzt? Mir geht es darum, wie man mit Texten umgeht, mit Besetzungen, wie man innovatives, mitreißendes Theater mit einem toll aufgestellten Ensemble für die Stadt machen und gleichzeitig spannend mit dem Komplex „Kraftwerk Mitte“ umgehen kann. Meiner Erfahrung nach interessiert das gerade auch ältere, traditionsbewusste Menschen, insofern würde ich mich nicht in Konfrontation zum Stammpublikum sehen. Und mal ehrlich, Gegenwind gibt es immer in Positionen mit Verantwortung, mit Gestaltungsspielraum. Jeder glaubt, es richtig oder besser zu wissen. Man muss seinen Ideen treu bleiben, ein gutes Team finden und das Ensemble mitnehmen. Mit ihnen, den Künstlern, möchte ich nach außen strahlen.

Und wie wollen Sie mit einem Förderverein umgehen, der sich kürzlich öffentlich für eine völlige Neuausschreibung der Intendantenstelle ausgesprochen hat?

Tatsächlich gab es inzwischen ein Treffen, das sehr konstruktiv war. Es ist kein Geheimnis, dass der Förderverein sich in seinem öffentlichen Brief gegen meine Person ausgesprochen hat. Wir haben nun über die Sorgen des Vereinsvorstands gesprochen, und ich konnte diese Sorgen ausräumen. Schließlich wechsle ich nicht als Museumskuratorin ins Theatergeschäft, sondern bin vom Fach, komme aus dem Musiktheaterbetrieb und weiß somit sehr genau, wie man mit einem Haus, einem Ensemble, einem künstlerischen Auftrag umgeht. Auch die Idee der Zusatzformate ist auf großes Interesse gestoßen. Denn natürlich geht es auch immer darum, einen Nachwuchs heranzuziehen. Und glücklicherweise sieht auch der Förderverein das Problem der Überalterung des Publikums und die Notwendigkeit einer Zielgruppenöffnung. Insofern war das Konsens. Wie man damit umgeht, muss ich nun erst einmal erproben. Ideen habe ich jedenfalls reichlich, und der Förderverein hat mir dafür seine breite Unterstützung zugesichert.

In der Görlitzer Inszenierung von »Ein Käfig voller Narren« habe ich erlebt, wie auf der Bühne die Schwulenfeindlichkeit in Russland thematisiert wurde. Ein Ensemblemitglied der Staatsoperette sagte mir hinterher: Wahnsinn, so etwas würden wir uns in Dresden nie trauen. Eigentlich komisch bei diesem Genre, aber: die Staatsoperette scheint momentan das apolitischste Haus in Dresden zu sein. Alle anderen Häuser beziehen deutlicher Stellung.

Dass wir uns stärker positionieren zu tagespolitischen Fragen, gerade hier in Dresden, ist in jedem Fall wünschenswert. Als Dramaturgin sage ich: Es wird in jedem Fall möglich sein, Texte auf der Bühne auch mal kurzfristig zu ändern oder reinzunehmen. Statements und Reaktionen dürfen sein!

Sie sprachen davon, wie wichtig ein gutes Team ist. Wie sind Ihre Pläne für das Ensemble, für den Haustarifvertrag? Und eine Frage, die sich sofort auch stellt, wird der Chefdirigent am Haus bleiben? 

Erst einmal, es geht nicht darum, einen neuen Haustarifvertrag aufzustellen. Wir wollen das Ensemble wieder in den Flächentarifvertrag zurückführen. Das wurde jedenfalls in Verhandlungen mit dem Bühnenverein verabredet. Die Jahre werden zeigen, wie das genau funktionieren wird.

Jedenfalls wird es nur mit weiteren Millionen aus dem städtischen Haushalt gehen. Auf wie viel Mehrkosten muss sich der Stadtrat denn einstellen, wenn wieder Flächentarif gezahlt wird?

Das weiß ich momentan noch nicht. Ich möchte aber noch einen weiteren Punkt ansprechen: durch die größere Spielstätte hat die Staatsoperette auch hinter den Kulissen einen größeren Bedarf an Mitarbeitern. Momentan muss nur einmal ein Maschinist krank sein, und schon sind Vorstellungen in Gefahr.

Und Andreas Schüller?

Was wollen Sie wissen – ob er bleibt? Auf die Frage weiß ich – ganz wertungsfrei – momentan keine Antwort. Denn mit Herrn Schüller habe ich mich aus beiderseitigen terminlichen Gründen noch nicht näher austauschen können, die ersten Begegnungen waren aber sehr zugewandt und sympathisch. Ende April werden wir erstmals über Perspektiven sprechen – ich bin sehr neugierig auf seine Ideen und freue mich auf die Begegnung.

Ihre Ernennung ist immerhin seit gestern Abend in trockenen Tüchern – der Stadtrat hat sich für Ihr Konzept entschieden. Also perlt jetzt erst mal „Witwe Klicko“?

Natürlich, es lebe Champagner der Erste! Im Ernst – ich freue mich, nun endlich loslegen zu können mit dem Team, mit dem Ensemble. Und ich freue mich, dass es nun endlich um Inhalte gehen darf.

Fragen: Oleg Jampolski, Martin Morgenstern

20.04.2018Interviews