Dem Dirigenten gilt’s wieder der Kunst

Kolumnen

Dem Dirigenten gilt’s wieder der Kunst

klemmUnd das ist auch gut so: Ekkehard Klemm, in sich den vergangenen Jahren seiner Amtszeit als Rektor so redlich wie erfolgreich um das Gedeihen der Dresdner Musikhochschule mit dem langen Namen verdient gemacht hatte, wird in Zukunft wieder stärker am Dirigentenpult tätig sein.

Freilich, der Musiker hat es nie ganz lassen können, als Leiter der Dirigentenklasse und des Hochschul-Sinfonieorchesters wäre das auch nicht angeraten. Doch neben der Ausbildung und Förderung künftiger „Konkurrenz“ kamen die eigenen Auftritte immer ein wenig zu kurz. Statt dessen wurde die internationale Vernetzung der Hochschule ausgebaut, sorgten Klemm und enge Mitstreiter für namhaften Professorenzulauf in den Reihen der Lehrkräfte und macht so das Haus populärer. Ein Anreiz für Studentinnen und Studenten aus aller Welt.

Für eigenes Komponieren und Dirigieren blieb neben dem Dasein als Amtsperson nur wenig Zeit. Dennoch hat sich der einstige Kruzianer, später ein gefragter Gastdirigent namhafter Klangkörper sowie ständiger Dirigent des Theaters am Gärtnerplatz München und seit 2004 Künstlerischer Leiter der Singakademie Dresden, als ausgeprägt künstlerischer Rektor in die Annalen der Hochschule einschreiben können. Zumal er regelmäßig auch mit eigenen Kompositionen in Erscheinung tritt und sich darüber hinaus für die Pflege der Neuen Musik auch im Konzertalltag einsetzt.

So müssen die Kompetenzen von Ekkehard Klemm für Begehrlichkeit gesorgt haben. Wie bekannt wurde, hat nun die Elblandphilharmonie Sachsen die Gunst der Stunde erkannt und Ekkehard Klemm als Chefdirigent in der Nachfolge von Christian Voß gewählt. Das ist nur gut so: der Dirigent wird in Zukunft wieder häufiger im Konzertleben anzutreffen sein.

06.11.2016Kolumnen