Musikalische Lesung mit Hesse-Enkelin

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Musikalische Lesung mit Hesse-Enkelin

Foto: Marion Fiedler

Daß Eva Hesse mit ihrem Programm nach Dresden kommt, ist für Liebhaber des Schaffens von Hermann Hesse eine besondere Fügung. Es war Lars Jung, Schauspieler am Staatsschauspiel Dresden, der der Schriftstellerin und Sprecherin im vergangenen Jahr den Kontakt zum Cellisten Ulrich Thiem vermittelte. Lars Jung hatte den Gedanken, daß die improvisierte Musik Thiems und die von Eva Hesse gesprochenen Texte ihres Großvaters auf einer gemeinsamen CD zu einer überzeugenden gemeinsamen Aussage kommen würden. „Über diese Idee habe ich mich sehr gefreut, zumal ich die Bücher von Hermann Hesse seit früher Jugend gelesen habe und viele seiner Werke sehr gut kenne.“ sagt Ulrich Thiem. „Auch habe ich selbst drei verschiedene Hesse-Programme auf Bühnen gebracht, bevor ich nun Eva Hesse kennenlernen durfte.“

Die Zusammenarbeit zwischen Eva Hesse, Lars Jung und Ulrich Thiem begann auf produktive und reibungsfreie Weise. Die Texte hatte Eva Hesse gemeinsam mit Lars Jung zusammengestellt und im Studio des Staatsschauspiels aufgenommen. Ulrich Thiem hat nach aufmerksamem Hören die sich für ihn dazu ergebenden Musikbauteile im Studio improvisiert. Die CD »Lieblingstexte meines Großvaters« ist im Frühjahr 2014 erschienen.

Bei der Lesung wird Eva Hesse wie auf der CD als Sprecherin zu hören sein. Das Programm, welches am Freitag in Dresden zu erleben ist, entspricht mit seinem Repertoire und der Atmosphäre der CD. Eine der drei auf der Tonproduktion erschienenen Erzählungen bildet den Hauptteil des zu erwartenden Literatur-Musik-Programms. Dieser Haupttext wird von einer Reihe an Gedichten aus der Feder von Hermann Hesse eingerahmt. Wie auf der CD wird Ulrich Thiem, der im übrigen das Konzert organisiert hat, die Sprechpassagen auf dem Cello mit improvisierter Musik kommentieren und bereichern.

„Mit der Stimme von Enkelin Eva Hesse und ihrem leicht schweizerischen Akzent hat diese CD und unser künstlerisches Programm eine akzeptable Originalität zu dem 1962 gestorbenen Literaturnobelpreisträger“, so Ulrich Thiem. „Eva Hesse hatte ihren berühmten Großvater ja gut gekannt, und ihn zeitig auch als literarisches Idol entdeckt. Von dieser Nähe zum Autoren profitiert das Projekt ungemein.“ Veranstaltungsort wird, passend zu den Texten von Hesse, der lauschige Garten des Buchladens auf der Louisenstraße 37 sein. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist mit 15E (9E ermäßigt) veranschlagt.

19.06.2014Allgemein