»Schwanda« strahlt international aus

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»Schwanda« strahlt international aus

Foto: Matthias Creutziger

Jaromír Weinbergers »Švanda dudák/Schwanda, der Dudelsackpfeifer« feiert am 24. März um 18 Uhr an der Semperoper Dresden Premiere. Die Volksoper, die mit ihrer packenden Musik, mit ihren Tanzrhythmen, Volksliedern und sinfonischen Zwischenspielen 1927 ein Sensationserfolg und in 17 Sprachen übertragen wurde, geriet nach der Emigration Weinbergers in der NS-Zeit mehr und mehr in Vergessenheit. Axel Köhler, der namhafte Sänger und Intendant der Oper Halle, inszeniert »Švanda dudák« an der Semperoper.

Die Premiere wird von MDR Figaro aufgezeichnet und am 7. April um 20.05 Uhr ausgestrahlt. Über die Europäische Rundfunkunion wird der Mitschnitt außerdem international von 18 Rundfunkanstalten gesendet, darunter der Tschechische, Schwedische, Finnische, Norwegische und Österreichische Rundfunk, Radio Télévision Suisse, die Australian Broadcasting Corporation, das National Public Radio in USA sowie in Deutschland der Bayerische, Westdeutsche und Hessische Rundfunk und Deutschlandradio Kultur.

Marjorie Owens singt Dorotka, die Hüterin ihres kleinen, behaglichen Glücks mit dem Dudelsackpfeifer Schwanda. Christoph Pohl ist dieser Wundermusiker, der mit seinem Dudelsack Eis zum Schmelzen bringen und das Herz der Eiskönigin, gesungen von Tichina Vaughn, auftauen und gewinnen kann – und darüber seine Frau vergisst. Ladislav Elgr als Räuber Babinský hat ihn dazu gebracht, sorgt aber auch dafür, ihn aus diversen Miseren wieder herauszuholen, etwa aus den Fängen des Teufels, den Michael Eder gibt. Am Ende ist das häusliche Glück wieder hergestellt, aber ob darin die Erfüllung liegt, muss sich erweisen. Am Pult der Sächsischen Staatskapelle steht Constantin Trinks, der zum Auftakt der Spielzeit 2010/11 den »Rosenkavalier« in Dresden dirigierte und erstmals bei einer Neuproduktion der Semperoper die musikalische Leitung übernimmt.


Weitere Vorstellungen: 27., 30. März, 7., 14., 29. April & 2. und 17. Mai 2012.

19.03.2012Allgemein