Verdi in der Frauenkirche, Brahms in der Kreuzkirche

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Verdi in der Frauenkirche, Brahms in der Kreuzkirche

Verdi-Requiem am Freitag in der Frauenkirche

Sinfonieorchester und Rundfunkchor des MDR führen die „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi am 18. November 2011 um 20 Uhr in der Dresdner Frauenkirche auf. Als Solisten stehen international renommierte Sänger auf der Bühne: Luba Orgonasova, Mihoko Fujimura, Yosep Kang und Robert Holzer. Die Aufführung wird geleitet von MDR-Chefdirigent Jun Märkl.

Die „Messa da Requiem“ gehört zu den eindrucksvollsten und zugleich populärsten Werken Giuseppe Verdis. Ihre beeindruckende Klanggewalt und Dramatik geht vor allem zurück auf den Chor, der so komplex eingebunden ist, dass die Messe auch als „Oper im liturgischen Gewand“ bezeichnet wird.

Verdis größtes sakrales Werk verdankt seine Entstehung zwei Anlässen: Nach dem Tod seines Komponistenfreundes Rossini versuchte Verdi 1868, die bedeutendsten Tonkünstler Italiens für eine gemeinsame Totenmesse zu gewinnen; er selbst steuerte den Schlusssatz bei. Das Vorhaben scheiterte jedoch an organisatorischen Problemen. Als fünf Jahre später der Dichter Alessandro Manzoni starb, griff Verdi seine Komposition wieder auf und schrieb innerhalb weniger Monate die „Messa da Requiem“. Sie wurde am ersten Todestag des Dichters, 1874, unter Verdis Leitung in Mailand uraufgeführt.

In seinem Werk thematisiert der Komponist die Machtlosigkeit des Menschen angesichts des Todes. Er selbst hatte in jungen Jahren seine Frau und seine beiden Kinder verloren. So steht am Ende der Messe auch kein erlösendes Heilsversprechen, sondern die Bereitschaft des Menschen, sich seinem Schicksal zu fügen.

Neben den Ensembles des MDR gestalten u.a. der Österreicher Robert Holzer und die japanische Mezzosopranistin Mihoko Fujimura das Konzert als Solisten mit. Holzer studierte an der Bruckneruniversität Linz sowie am Mozarteum Salzburg; seine Vorliebe gilt dem Wagner-Fach. Mit seinem umfangreichen Lied- und Konzertrepertoire ist der Sänger ständiger Gast bei internationalen Festivals und in den Konzertsälen von Amsterdam, Berlin, Madrid, Warschau und New York. „Ich habe schon viel von den Ensembles des MDR gehört und freue mich sehr auf das gemeinsame Musizieren sowie auf das begeisterungsfähige Publikum“, so Robert Holzer. Mihoko Fujimura studierte in Tokio und München. Durch ihre Auftritte bei den Münchner Opernfestspielen und den Bayreuther Festspielen wurde sie 2002 international bekannt. Als vielgebuchte Konzert-, Lied- und Opernsängerin hat Fujimura regelmäßige Auftritte in London, Paris, Washington, Madrid und Wien. Gut ist für sie ein Konzert dann, wenn Musiker und Sänger „nur eines im Sinn haben, nämlich das, was der Komponist mit seinem Stück aussagen wollte.“

Das Konzert beschließt die diesjährige Konzertreihe „Länderreisen“, in der Klangkörper wie I Musici di Roma, die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg und die Capella Gabetta und Solisten wie Mischa Maisky und Magdalana Kozena in der Frauenkirche zu Gast waren.

Karten für das Konzert sind im Besucherzentrum Frauenkirche im Kulturpalast (Montag bis Samstag 9:30-18 Uhr) sowie beim Ticketservice, Georg-Treu-Platz 3, 1. OG (Montag bis Freitag 9-18 Uhr) sowie an der Tageskasse (14:30 – 17:30 Uhr sowie ab 18:30 Uhr) an Eingang D der Frauenkirche erhältlich.

 

Dresdner Kreuzchor singt "Ein deutsches Requiem" von Johannes Brahms
Konzert zum Ewigkeitssonntag in der Kreuzkirche

Es gehört zu den bekanntesten und gleichzeitig berührendsten Beiträgen der zum Ewigkeitssonntag aufgeführten Totenmessen: das Deutsche Requiem von Johannes Brahms.

Der Dresdner Kreuzchor führt das ergreifende Werk gemeinsam mit dem Kammerchor cantamus dresden am kommenden Totensonntag, dem 20. November 2011, um 17 Uhr in der Kreuzkirche Dresden auf. Als Solisten wirken die Sopranistin Susanne Bernhard und der Bass Henryk Böhm, beide an vielen deutschen und internationalen Bühnen als Opern- und Liedsänger zu Gast. Die Dresdner Philharmonie wird geleitet von Kreuzkantor Roderich Kreile.

Der entscheidende Unterschied zum „traditionellen“ Requiem liegt bei Brahms, der sein Werk ins Angedenken seiner verstorbenen Mutter stellte, in den vertonten Texten: An die Stelle der lateinischen Totenmesse stellt Brahms eine collagenartige und sehr persönliche Auswahl von Versen aus der Lutherbibel und schafft damit eine neue Art des Requiems. Besteht die Aufgabe der katholischen Totenmesse hauptsächlich darin, den Verstorbenen gedanklich auf seiner Reise zu begleiten und um Gnade für ihn zu bitten, so verschiebt Brahms den Schwerpunkt auf die Lebenden. „Ein deutsches Requiem“ begleitet sie ein Stück auf dem Weg der Trauer, empfindet ihren Schmerz mit und kann dazu beitragen, Trost und schließlich Frieden zu finden.

Karten gibt es nur noch in den beiden unteren Platzgruppen zu 12 bzw. 7 Euro. Sie sind montags bis freitags von 10 bis 18 und samstags von 10 bis 14 Uhr an der Konzertkasse der Kreuzkirche, An der Kreuzkirche 6, und an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Tageskasse eine Stunde vor Konzertbeginn erhältlich. Den Onlineshop für alle Kreuzchorkonzerte finden Sie unter www.kreuzkirche-dresden.de.

16.11.2011Allgemein