Stilistische Vielfalt als Konzept – 3. Dresdner Drum-Festival am 19. und 20. September in Scheune und Groove Station

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Stilistische Vielfalt als Konzept – 3. Dresdner Drum-Festival am 19. und 20. September in Scheune und Groove Station

Das Dresdner Drum-Festival ist stilistisch noch vielfältiger geworden und hat seine Spezifik, die es zu etwas Besonderem macht, weiter ausgebaut: die Trommel-„Götter“ aller Herren Länder kommen nicht nur, um Konzerte zu geben, sondern vor allem auch, um als Workshop-Lehrer den Dresdner Perkussionsfans praktische Fähigkeiten, Tipps und Tricks zu vermitteln. 

Unter den internationalen Größen wären wohl allen voran zu nennen: Jazz-Drum-Queen Cindy Blackman (s. Foto), Drum’n’Bass-Guru Jojo Mayer, der Heavy-Metal-Drummer Gene Hoglan, der Gospel- und Soul-Schlagzeuger Marvin McQuitty, der Salsa- und Latin-King Diego Pinera, der Jazzer mit Klassik-Feeling Francesco D’Auria, der Fusion- und Jazzrock-Drummer Danny Gottlieb (bekannt vor allem aus der ersten Pat Metheny Group) sowie – Blick nach Deutschland – das Lehrer-Schüler-Traumpaar des freieren Jazz, das Duo Baby Sommer/Christian Lillinger, die übrigens als Duo erstmals öffentlich am 25. Juni 2005 auf Anregung des Jazzclubs in der „Tonne“ spielten.

Nach den Workshops gibt es abends dann die Konzerte: Popmusik mit Jerobeam, Folk und World mit Gadu Gadu, Drum’n’Bass mit Boombaker, harter, ruppiger Jazzrock mit dem Münchner Panzerballett, Jazzfusion mit den Heppenheimer Jazzpistols sowie ein ganzes Spektrum Dresdner Bands, darunter auch Rinkk, die Postrock-Band des Veranstalters Robert Eisfeldt.

Eine solche stilistische Vielfalt gehört zum Konzept des Festivals, das von Drummer Robert Eisfeldt und Veranstalter Matthias Barthel nun schon zum dritten Mal organisiert wird – diesmal in der Scheune und in der Groove Station. Und diesmal mit einem Schirmherren, der allein schon mit seinem Namen für frischen Wind sorgt: mit Baby Sommer, international einer der renommiertesten Perkussionisten überhaupt. Dessen Fähigkeit, stilübergreifend zu denken und zu spielen, wird dem sich mausernden Festival sicher einen Touch von künstlerischer Souveränität verleihen.

16.09.2009Allgemein